Bei groß angelegten Verkehrskontrollen hat die Polizei am Dienstag in Plettenberg und Herscheid insgesamt 267 Verkehrsverstöße festgestellt. Der Schwerpunkt lag dabei auf Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Insgesamt waren 205 Verkehrsteilnehmer schneller unterwegs als erlaubt. Zwei Autofahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Ein Motorradfahrer aus den Niederlanden verfehlte ein Fahrverbot nur knapp, nachdem er die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 40 km/h überschritten hatte.
Die Polizei erwischte 15 Verkehrsteilnehmer dabei, wie sie während der Fahrt elektronische Geräte nutzten. Für einen Lkw-Fahrer aus Ungarn endete die Kontrolle besonders folgenreich: Da er keine gültige Fahrerlaubnis besaß, durfte er nicht weiterfahren und musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Neben diesem Fall leitete die Polizei fünf weitere Strafverfahren ein, unter anderem wegen fehlenden Versicherungsschutzes.
Auch der gewerbliche Personen- und Güterverkehr stand im Fokus der Kontrollen. Die Beamten dokumentierten 27 Verstöße. Dabei stellten die Beamten unter anderem Mängel bei der Ladungssicherung, technische Defekte an Fahrzeugen sowie Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten fest.
Die Polizei beendete auch die Fahrt eines E-Scooter-Fahrers vorzeitig. Er war alkoholisiert unterwegs. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für E-Scooter dieselben Promillegrenzen gelten wie für Autofahrer.
Für Aufsehen sorgte zudem ein Fall gegen Mittag. Einer Streifenwagenbesatzung fiel ein stark tiefergelegtes Fahrzeug auf, das mit Sand beladen war. Der Fahrer gab an, lediglich 300 Kilogramm transportiert zu haben. Eine Wiegung ergab jedoch ein anderes Bild: Das Fahrzeug hatte mehr als 2300 Kilogramm geladen und war damit um mehr als 30 Prozent überladen. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt. Auf den Fahrer kommt nun ein Bußgeldverfahren zu.
Die Polizei kündigt an, auch künftig unangekündigte Schwerpunktkontrollen durchzuführen, um die Verkehrssicherheit in der Region weiter zu erhöhen.









