Eine Slideshow voller Erinnerungen, Reden von ihren jetzt ehemaligen Kollegen, das "Lindenhofschul-Lied", eine Vorführung ihrer Waveboard-AG, Abschiedsbriefe der OGS-Kinder, ein eigenes Lied und eine Menge an (Abschieds-)Geschenken: Renate Weiß, ehemalige Leiterin der "Schatztruhe" der Lindenhofschule, wurde am Freitag, 3. März, mit einer Abschiedsfeier in den Ruhestand entlassen.
"Wir werden sie alle schon sehr vermissen", sagt Schulleiterin Monika Lauterbach nach der knapp einstündigen Abschiedsfeier für ihre nun ehemalige Kollegin mit Melancholie in der Stimme.
Die scheidende "Schatztruhen"-Leiterin wurde in der schuleigenen Turnhalle mit einem vielfältigen persönlichen Programm verabschiedet. Neben der gesamten Schulgemeinde fanden auch der ehemalige Halveraner Bürgermeister Michael Brosch und in Vertretung für den amtierenden Bürgermeister Armin Kibbert Simon Thienel, erster Beigeordneter der Stadt Halver, ihren Platz, die sich wie die anderen geladenen Gäste auch beim anschließenden Sektempfang persönlich von Renate Weiß verabschiedeten.
"Eine Bereicherung für die Lindenhofschule"
22 Jahre war Renate Weiß die Leitung der "Schatztruhe", ehemaligen OGS, gewesen. In dieser Zeit hat sie viel (Frei-)Zeit und Kraft in die Schule und ihre Projekte gesteckt. Ihr Projekt, das Waveboardfahren und die darauf folgende eigene "Waveboard-AG", lag ihr besonders am Herzen, sodass sich durch sie nicht nur einige Kinder, sondern auch Lehrer oder sogar Simon Thienel, wie er in seiner Rede an sie scherzend erwähnte, auf das Waveboard wagten.
"Sie hat das Waveboardfahren hier in die Schule gebracht und damit auch Generationen angesteckt", erzählt Schulleiterin Lauterbach. Aufgrund ihres Engagements war ihr Abschied in diesem Ausmaß laut Lauterbach für die gesamten Kollegen eine Herzensangelegenheit, es so schön wie möglich für sie zu machen.
Ihre Nachfolgerin Tanja Römhild, die ebenfalls schon seit einigen Jahren in der Schatztruhe aktiv ist, wird jetzt die Leitung übernehmen und die "Schatztruhe" weiterführen.
Pläne für den Ruhestand
Neben den wehmütigen Momenten an ihrem letzten offiziellen Arbeitstag findet sich aber auch Freude wieder. Freude auf ihren neuen Lebensabschnitt und auf das, was kommt.
„Meine erste Rentnerreise steht an. Nach Island. Das Beste daran ist aber, dass wir endlich nicht mehr nur in den Ferien, sondern auch außerhalb dieser fahren können“, freut sich Renate Weiß.
Abgesehen von dem Reisen hat sie aber vor allem einen Schwerpunkt, auf den sie sich konzentrieren möchte: ihre Gesundheit. „Ich möchte auf jeden Fall mehr Sport machen und mich mehr um mich selber kümmern. Jetzt habe ich ja auch die Zeit dafür“, erzählt sie weiter.
Trotz alledem werde ihr der Schulalltag fehlen, so Weiß: „Ich werde dieses Gewusel der Kinder vermissen. Ich habe die OGS mitaufgebaut und das jetzt hinter mir zu lassen, ist schon ein komisches Gefühl. Auch wenn mir der Abschied nicht leicht fällt, bin ich umso überwältigter von dem Programm, das hier für mich auf die Beine gestellt wurde."









