Volles Haus, gebannte Zuschauer und offene Fenster: Das Adonia-Musical sorgte am vergangenen Freitag, 24. Juli, im Dietrich-Bonhoeffer-Haus für einen Abend, den so schnell niemand vergisst. So groß war der Andrang, dass etliche Besucher gar keinen Sitzplatz mehr im Saal fanden und die Aufführung kurzerhand akustisch von draußen mitverfolgten.
Proben im Junior-Camp
„Vor einigen Monaten kam die Anfrage von der Adonia-Basis in Karlsruhe, ob sich die Gemeinde vorstellen könne, eine Aufführung zu organisieren“, erzählt Manuele Winkemann von der evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg. Die Gemeinde sagte zu – und wurde damit für einen Abend zur Gastgeberin für 70 Kinder und Jugendliche aus ganz Nordrhein-Westfalen. Die jungen Darsteller hatten sich zuvor eine Woche lang bei einem Junior-Camp in Schwerte getroffen und dort Chorlieder, Solostücke und Schauspielszenen einstudiert. „Wir waren beeindruckt, wie viel diese Kinder und Jugendlichen in nur einer Woche auf die Beine gestellt haben“, erklärt der Vorsitzende der Kirchengemeinde, Peter Winkemann.
Hotdogs, Softeis und der verlorene Sohn
Bevor der Vorhang aufging, stärkte das Gemeinde-Küchenteam die jungen Darsteller und ihre Betreuer mit Hotdogs – und als besondere Überraschung gab es Softeis vom Wagen dazu. Gut gestärkt brachten die Teilnehmer anschließend die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn auf die Bühne und verpackten Themen wie Egoismus, Angst, Hoffnung und Freude in mitreißende moderne Musik. „Die Beats gingen direkt in die Füße, aber die Texte hatten auch richtig Tiefgang – das hat viele im Publikum berührt“, sagt Manuela Winkemann.
Fotogalerie
Zwischen den Liedern lockerten Tanzeinlagen das Bühnenprogramm auf. Ein besonderer Moment gelang, als zunächst schwarz gekleidete Tänzerinnen plötzlich in strahlendem Weiß erschienen und so die Angst mit Hoffnung überstrahlten. Auch überraschende Effekte, bei denen mitten aus dem Chor heraus unerwartet etwas zum Vorschein kam, sorgten für Begeisterung im Saal.
Standing Ovations und eine Zugabe zum Jubiläum
Die Gäste feierten die jungen Darsteller für ihr schauspielerisches Talent und verlangten am Ende lautstark eine Zugabe. Die bekamen sie auch: Passend zum 25-jährigen Jubiläum von Adonia gab es ein Medley aus verschiedenen Musical-Songs. Beim Verlassen des Saals zeigten die Besucher ihre Begeisterung mit „Daumen hoch“ und begeisterten Zurufen.
„Eine Besucherin hat uns erzählt, wie dankbar sie dafür ist, dass wir diese Aufführung nach Plettenberg geholt haben“, berichtet Manuela Winkemann. Eine andere Mutter habe geschildert, wie sehr ihr achtjähriger Sohn von dem Konzert mitgerissen wurde: „Sie kaufte ihm im Anschluss die Musical-CD, die er seitdem rauf und runter hört – und regelmäßig betont er, wie toll das Musical gewesen sei.“
Nächster Termin schon in Sicht
Wer den Abend in Plettenberg verpasst hat, muss nicht ganz leer ausgehen: Die evangelische Nachbargemeinde Attendorn-Lennestadt präsentiert am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr das Adonia-Musical von der Frau am Jakobsbrunnen im PZ Lennestadt-Meggen.











