Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn ist im Mai gesunken. Insgesamt waren 18.559 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 446 Personen beziehungsweise zwei Prozent weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 94 Personen.
Die Arbeitslosenquote lag bei 8,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkt unter dem Wert des Vormonats. Gegenüber Mai 2025 blieb die Quote unverändert.
Auch die Unterbeschäftigung entwickelte sich rückläufig. Nach vorläufigen Angaben der Arbeitsagentur wurden im Mai 22.630 Personen erfasst. Das sind 356 weniger als im April und 596 weniger als vor einem Jahr.
Von den Arbeitslosen wurden 12.482 Menschen durch das Jobcenter betreut. Damit entfielen rund 67 Prozent aller Arbeitslosen auf den Rechtskreis SGB II. Im Bereich der Arbeitsagentur (SGB III) waren 6077 Personen arbeitslos gemeldet.
Im Mai meldeten sich 2679 Menschen arbeitslos, darunter 982 direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig konnten 3125 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 922 von ihnen nahmen eine neue Beschäftigung auf.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog zuletzt an. Im Mai gingen 672 neue Stellenangebote bei der Arbeitsagentur ein. Das waren 206 mehr als im Vormonat und 50 mehr als im Mai des vergangenen Jahres. Insgesamt befanden sich 3258 offene Stellen im Bestand. Besonders gesucht werden Beschäftigte in den Bereichen Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Handel sowie Baugewerbe.
Sebastian Unkhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn, bewertet die Entwicklung vorsichtig positiv. Zwar sei die Arbeitslosigkeit zurückgegangen und insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit habe sich spürbar verringert. Eine grundlegende Trendwende sehe er jedoch noch nicht. Die Beschäftigung entwickle sich weiterhin rückläufig, viele Unternehmen agierten zurückhaltend.
Nach Einschätzung der Arbeitsagentur sinkt die Arbeitslosigkeit derzeit vor allem deshalb, weil weniger Menschen ihre Arbeit verlieren. Eine deutlich stärkere Rückkehr in Beschäftigung sei dagegen bislang nicht zu erkennen. Zudem wirkten sich die wirtschaftliche Lage und der demografische Wandel zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus.
Beim Jobcenter Märkischer Kreis wurden im Mai 17.271 Bedarfsgemeinschaften gezählt. Das waren 405 weniger als ein Jahr zuvor. Aktuell beziehen 23.496 erwerbsfähige Menschen Bürgergeld. Gegenüber Mai 2025 entspricht das einem Rückgang um 671 Personen.











