Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn ist im Juli leicht gestiegen. Insgesamt waren 18.981 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 418 Personen mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres sank die Zahl dagegen um 114 Personen.
Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,5 Prozent gelegen. Zum Bezirk der Arbeitsagentur gehören unter anderem Iserlohn, Hemer und Menden.
Saisonale Übergänge nach Ausbildungsende
Nach Einschätzung der Arbeitsagentur hängt der Anstieg gegenüber Juni vor allem mit saisonalen Entwicklungen zusammen. Nach dem Ende von Ausbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen melden sich regelmäßig mehr junge Menschen arbeitslos.
Gleichzeitig sieht die Behörde weiterhin Bewegung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Im Juli meldeten die Unternehmen 862 neue Stellen. Das waren 198 mehr als im Juni und 221 mehr als im Juli 2025. Insgesamt waren bei der Arbeitsagentur 3500 freie Arbeitsplätze registriert. Gesucht werden Beschäftigte unter anderem in den wirtschaftlichen Dienstleistungen, im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, im Baugewerbe sowie bei der Instandhaltung und Reparatur von Fahrzeugen.
„Jetzt kommt es darauf an, junge Menschen nach ihrem Ausbildungsabschluss oder dem Ende einer Qualifizierung schnell und passgenau mit den offenen Stellen zusammenzubringen“, erklärt Sebastian Unkhoff, Chef der Agentur für Arbeit Iserlohn. Dadurch könnten Unternehmen Fachkräfte sichern und junge Menschen eine berufliche Perspektive erhalten.
Mehr Arbeitslose in beiden Rechtskreisen
Bei der Arbeitsagentur waren im Juli 6291 Arbeitslose registriert. Das waren 255 mehr als im Vormonat. Die Jobcenter betreuten 12.690 Arbeitslose und damit 163 mehr als im Juni. Insgesamt entfielen 67 Prozent der registrierten Arbeitslosen auf den Bereich der Grundsicherung.
Im Laufe des Monats meldeten sich 3961 Menschen arbeitslos. 1060 von ihnen kamen unmittelbar aus einer Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig beendeten 3558 Personen ihre Arbeitslosigkeit; 928 nahmen eine neue Beschäftigung auf.
Unterbeschäftigung im Jahresvergleich gesunken
Die Zahl der unterbeschäftigten Menschen lag nach vorläufigen Angaben bei 22.718. Gegenüber Juni war das ein Anstieg um 120 Personen. Im Vergleich zum Juli 2025 sank die Zahl jedoch um 407. Zur Unterbeschäftigung zählen neben den offiziell Arbeitslosen auch Menschen, die beispielsweise an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen und deshalb nicht in der Arbeitslosenstatistik geführt werden.
Bei den Jobcentern ging die Zahl der Bedarfsgemeinschaften innerhalb eines Jahres um 385 auf 17.016 zurück. Im Juli wurden zudem rund 23.133 erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut. Das waren 684 weniger als ein Jahr zuvor. Die Angaben zur Grundsicherung sind nach Mitteilung der Arbeitsagentur vorläufig und hochgerechnet.









