Asbest, Brandschutzprobleme und ein Baustopp prägten die Sanierung der Geschwister-Scholl-Realschule. Jetzt steht fest: Der mittlerweile entkernte Sonderklassentrakt soll voraussichtlich zum Schuljahr 2028/29 wieder in Betrieb genommen werden.
Von der Albert-Schweitzer-Straße aus sieht die Geschwister-Scholl-Realschule völlig normal aus. Kein Wunder, denn an der Straße liegt die erste der beiden Gebäudescheiben. Die ist intakt. Dahinter, von einem kleinen Schulhof getrennt und mit dem vorderen Komplex durch eine Brücke verbunden, befindet sich die zweite Gebäudescheibe, der sogenannte Sonderklassentrakt. Der präsentiert sich – schon seit dem Jahr 2022 – als Rohbau. Abstemmte Wände, rohe Betonböden, kahle Decken. Dies war einst ebenfalls ein Teil der Realschule.
Dass aus dem nackten Bau wieder eine Schule wird, daran ließ Steffen Paclik von der Stadtverwaltung keinen Zweifel, als er am 31. Januar die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses durch die Baustelle führte.
Das Stahlskelettgebäude hatte gleich zweifach für Aufsehen gesorgt. Erst war aufgefallen, dass die Stahlkonstruktion beim Bau mit asbesthaltigen Materialien brandhemmend umkleidet worden war. Nachdem diese Baustoffe entsorgt worden waren, fiel der Blick auf, besser gesagt in die Dachkonstruktion. Die metallischen Trapezprofile der Decke waren mit einer Isolierausschäumung ausgestattet worden, ein Material, das brennbar ist.
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Nach diesem Fund kam die Sanierung der Realschule ins Stocken. Inzwischen sei aber eine bautechnische Lösung gefunden worden: Durch den Einbau einer brandhemmenden Zwischendeckenkonstruktion soll eine Abschottung so hergestellt werden, dass vom Dämmstoff auch in einem Brandfall keine unmittelbare Gefahr mehr ausgehe, trug Paclik vor.
Er rechnete bei der Führung mit der Erteilung der Baugenehmigung für den Monat März. Die Wiederaufnahme des Betriebes im wiederhergestellten Sonderklassentrakt stellte er für das Schuljahr 2028/29 in Aussicht.
Beim Quasi-Neubau des Traktes soll eine Generalunternehmerlösung (alle Gewerke aus einer Hand) ausgeschrieben werden. Die reinen Baukosten sind kalkuliert auf 13,4 Millionen Euro, von denen 3,65 Millionen Euro als Zuschuss möglich seien.









