Die Galerie Schmidt lädt zu einem außergewöhnlichen Kunstabend mit dem Künstler Daniel Fuchs ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, 19. September, um 19 Uhr im Berg Loft Lüdenscheid (gegenüber der Phänomenta) statt.
Unter dem Titel „Erhebung – Fünfzehntausend Schnitte für eine neue Dimension“ präsentiert Daniel Fuchs seine außergewöhnlichen Arbeiten aus Holz. Mit einer von ihm selbst entwickelten Technik und feinsten Sägeschnitten entstehen faszinierende dreidimensionale Wandobjekte zwischen Relief und Skulptur. Natürliche Pigmente, die besondere Struktur des Holzes und die hohe handwerkliche Präzision verleihen seinen Arbeiten ihre unverwechselbare Wirkung.
Der Wunsch, an diesem besonderen Ort ein Ausstellungsprojekt zu verwirklichen, besteht bereits seit vielen Jahren. Mit Daniel Fuchs hat die Galerie Schmidt nun einen Künstler gefunden, dessen Arbeiten und die besondere Verbindung von Naturmaterial und Form hervorragend mit der außergewöhnlichen Architektur und Atmosphäre des Berg Lofts harmonieren.
Live-Vorführung
Daniel Fuchs wird an diesem Abend persönlich anwesend sein. Ein besonderes Highlight ist eine kleine Live-Vorführung, bei der der Künstler seine Technik demonstriert und zeigt, mit welcher Präzision und filigranen Arbeitsweise seine Werke entstehen.
Er verwendet nur die deutsche Holzart, Fichte, die in seiner thüringischen Heimat und in seiner bayrischen Wahlheimat zu Tausende wächst. Mit Dekupiersäge schafft er enge, feine Kurven aus der schlichten Fichte und verfärbt sie mit Pigmenten, die ältesten Kunstfarben der Welt, die aus den farbgebenden Substanzen von lebenden Organismen gewonnen werden und unlöslich sind.
Kreise oder Ovale aus Fichtenholzplatten
Seine aus der Holzfläche herausgearbeiteten und hervorgezauberten Bildwerke scheinen sich vor dem Auge des Betrachters zu bewegen, sie werden lebendig, sie nähern sich, umarmen einander, fallen wellenartig übereinander her. Seine Technik beschreibt die Kunstkritikerin Barbara Szymanski so: „Zunächst sägt er in eine Fichtenholzplatte Kreise oder Ovale und dann innerhalb dieser viele immer kleiner werdende Kreise und Ovale. Am Schluss packt er den innersten, um ihn zu einer Figur hochzuziehen.“
Zu jedem Werk vermerkt er, wie viele Stunden und wie viele Sägeschnitte er bis zur Vollendung gebraucht hat. Bei der „Fibonacci“-Komposition waren es rund 750 Arbeitsstunden und 5000 Sägeschnitte, die weniger als zwei Millimeter „dick“ waren.
Special Guest des Abends ist die Journalistin und langjährige WDR-Redakteurin Beate Schmies. Sie übernimmt die Moderation und spricht mit Daniel Fuchs über seine künstlerische Arbeit, seine Inspiration, die Entstehung seiner Werke und die Geschichte hinter seiner besonderen Technik.
Der Eintritt ist frei – alle Kunstinteressierten sind herzlich willkommen.









