Am Freitagabend, 31. Juli, rückte die Feuerwehr Halver um 21.15 Uhr zum Kletterwald aus. Polizeibeamte hatten zuvor eine Frau bemerkt, die trotz Absperrung in den Hochseilgarten eingedrungen war. Sie bewegte sich ungesichert über die Hindernisse und Plattformen.
Gefährliche Situation in den Bäumen
Die ersten Einsatzkräfte versuchten gemeinsam mit der Polizei, die Frau zum Verlassen der Anlage zu bewegen. Sie reagierte jedoch nicht kooperativ und kletterte weiterhin ungesichert zwischen Bäumen und Podesten. Nach Einschätzung von Feuerwehr und Polizei lag keine Suizidabsicht vor. „Die Person konnte aufgrund einer psychischen Ausnahmesituation ihre Eigengefährdung nicht einschätzen“, erklärte die Feuerwehr.
Um die Gefahr eines Absturzes abzufedern, brachten die Löschzüge Stadtmitte sowie Oberbrügge-Ehringhausen zwei Sprungretter in Stellung. Feuerwehrleute hielten diese dauerhaft unter der Frau, während sie sich in den Bäumen bewegte.

Spezialkräfte angefordert
Da die Frau immer wieder in größere Höhen kletterte, forderte die Einsatzleitung schließlich eine Höhenrettungsgruppe aus Dortmund an. Noch während die Spezialkräfte auf dem Weg waren, stieg die Frau auf etwa 18 Meter Höhe und bewegte sich im Kronenbereich eines Baumes.
Nach dem Eintreffen der Höhenretter brachte die Feuerwehr Halver diese mit einer Hubrettungsbühne in die Nähe der Frau. „Alle Versuche, ein Gespräch mit ihr aufzubauen, blieben erfolglos“, so die Feuerwehr.
Ast bricht – Sturz endet glimpflich
Noch während dieser Gesprächsversuche gab der Ast, auf dem die Frau stand, nach – sie stürzte aus rund 18 Metern Höhe und landete in einem der bereitgehaltenen Sprungretter. „Ohne diese Sicherungsmaßnahme hätte der Sturz lebensbedrohliche Folgen haben können“, teilte die Feuerwehr mit.
Auch nach dem Sturz zeigte sich die Frau weiterhin unkooperativ. Polizeibeamte fixierten sie schließlich, damit Rettungskräfte sie medizinisch versorgen konnten. Anschließend brachten sie die Frau zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Einsatz endet nach Mitternacht
Gegen 1.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte den mehrstündigen Einsatz beenden. Einsatzleiter Dennis Wichert betonte, die Lage habe für alle Beteiligten eine außergewöhnliche Belastung dargestellt. In der Nachbesprechung sagte er den beteiligten Kräften: „Ihr habt heute ein Leben gerettet!“ Wichert zeigte sich überzeugt, dass die Halveraner Einsatzkräfte trotz begrenzter Mittel alles Mögliche geleistet hätten, und hob die gute Zusammenarbeit mit den Dortmunder Höhenrettern, der Polizei und dem Rettungsdienst besonders hervor.










