Sie sind Mentoren, Begleiter und Säulen der Ausbildung: Zwölf erfahrene Einsatzkräfte aus dem Rettungsdienst und den Feuerwehren im Märkischen Kreis haben die 300-stündige Weiterbildung zum Praxisanleiter abgeschlossen. Im Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum (BRZ) Altena-Rosmart nahmen sie ihre Urkunden entgegen.

Praxisanleiter übernehmen eine zentrale Rolle in der Ausbildung zukünftiger Rettungsfachkräfte: Sie begleiten nicht nur angehende Notfallsanitäter, sondern auch Rettungssanitäter, Rettungshelfer und Praktikanten auf ihrem Weg in die Praxis. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer Menschlichkeit sorgen sie dafür, dass Lernen im Einsatzalltag gelingt – und die Qualität im Rettungsdienst steigt, das teilt der Kreis mit.

„Die Anforderungen im Rettungsdienst wachsen stetig. Unsere Praxisanleiter tragen wesentlich dazu bei, dass die Ausbildung diesem hohen Anspruch gerecht wird“, erklärt Selattin Alptekin, Koordinator Ausbildung Rettungsdienst beim Märkischen Kreis. „Sie begleiten die Auszubildenden nicht nur fachlich, sondern auch menschlich – von den ersten Praxistagen bis zur staatlichen Abschlussprüfung.“

In der 300-stündigen Weiterbildung standen Themen wie Kommunikation, Lehrmethodik und die individuelle Förderung der Auszubildenden im Mittelpunkt. Ziel war es, theoretisches Wissen und praktische Erfahrung besser miteinander zu verbinden. Zudem übernehmen die Praxisanleiter Verantwortung im Prüfungsausschuss und sichern dadurch die Ausbildungsqualität, teilt der Kreis weiter mit.

"Verantwortung übernehmen"

„Praxisanleiter zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für Menschen, für Qualität und für die Zukunft unseres Rettungsdienstes“, sagt Stefan Egger, Fachdienstleiter Rettungsdienst Verwaltung beim Märkischen Kreis. Wer anleitet, gebe nicht nur Wissen weiter, sondern auch Haltung, Erfahrung und Vertrauen.

Die Weiterbildung wurde bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der DRK Berufsfachschule für den Rettungsdienst Südwestfalen (Olpe) durchgeführt. An dem aktuellen Kurs nahmen auch Einsatzkräfte teil, die im Rettungsdienst der Feuerwehren in Iserlohn, Hemer und Plettenberg tätig sind. Gemeinsam stärkten sie die Ausbildungsqualität und die Zukunft des Rettungsdienstes im Märkischen Kreis.