Bei den platzmann open 2026 standen am Freitag die Viertelfinalpartien im Einzel sowie die Halbfinale im Doppel auf dem Programm. Im Mittelpunkt des Tages stand dabei das rein deutsche Duell zwischen Tom Gentzsch und Henri Squire.
Vor einem nahezu ausverkauften Center Court lieferten sich Tom Gentzsch und Henri Squire ein intensives und umkämpftes Viertelfinale. Gentzsch stammt aus Duisburg, Squire aus Düsseldorf; beide kennen sich bereits seit rund zehn Jahren. Zudem war Squires Vater über einen längeren Zeitraum Trainer von Gentzsch.
Gentzsch behält die Oberhand
Die Partie begann ausgeglichen, ehe Gentzsch früh die Initiative übernahm und sich eine Führung erspielte. Während Squire immer wieder den Weg nach vorne suchte und die Ballwechsel möglichst kurz halten wollte, agierte Gentzsch häufiger aus der Defensive heraus und setzte vor allem seine druckvolle Vorhand gewinnbringend ein. Beide Spieler überzeugten mit starken ersten Aufschlägen und ließen ihren Gegnern nur wenige Möglichkeiten.
Im zweiten Satz entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe. Immer wieder wechselte das Momentum; beide Spieler zeigten starke Nerven und hielten die Partie bis in den Tiebreak offen. Dort setzte sich Gentzsch schließlich mit 6:3, 7:6(5) durch und sicherte sich damit das Ticket für das Halbfinale.
Nach dem Match sagte Gentzsch: „Es war nicht das beste Match von uns beiden. Wir kennen uns seit vielen Jahren in- und auswendig und haben viel zusammen trainiert. Deshalb waren wir beide ziemlich angespannt. Ich habe aber versucht, unabhängig vom Spielstand, immer weiterzukämpfen, und bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe.“
Im Halbfinale trifft Gentzsch auf den an Position drei gesetzten Ungarn Zsombor Piros, gegen den er in diesem Jahr bereits einmal erfolgreich war. Zu der Begegnung sagt er: „Ich glaube, es wird wieder ein harter Kampf. Beim letzten Mal haben wir über drei Stunden lang gespielt. Jetzt muss ich mich erst einmal ein wenig regenerieren und dann schauen wir morgen weiter.“ Piros hatte sich zuvor souverän mit 6:4, 6:1 gegen den Niederländer Guy den Ouden durchgesetzt.
Kym und Møller überzeugen erneut
Im ersten Halbfinale treffen Jérôme Kym aus der Schweiz und der Däne Elmer Møller aufeinander. Kym besiegte Lorenzo Giustino mit 6:3, 7:6(4), nachdem er im zweiten Satz bereits mit 0:3 in Rückstand geraten war. Zu der Begegnung sagte Kym: „Du musst bei jedem Punkt dranbleiben. Zu Beginn des zweiten Satzes habe ich etwas geschlafen, aber ich habe es geschafft, Punkt um Punkt zu spielen und dann am Ende zu gewinnen.“
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Møller musste erneut über eine lange Distanz gehen. Nach einem fast 80 Minuten langen ersten Satz setzte er sich mit 7:6(4), 7:5 gegen den Spanier Carlos Taberner durch. Møller meinte nach dem Spiel: „Ich glaube, es war ein Match mit vielen Höhen und Tiefen. Insgesamt war es aber eine sehr gute Partie, und ich freue mich natürlich sehr, dass ich am Ende gewinnen konnte.“ Über seinen kommenden Gegner sagte der Däne: „Er spielt sehr druckvoll und hat einen starken Aufschlag. Ich denke, dass uns ein hart umkämpftes Match erwartet.“
Finalisten im Doppel stehen fest
Im Doppel stehen bereits die Finalisten fest. Um 12:00 Uhr treffen Finn Bass und Jarno Jans auf das kroatische Duo Admir Kalender und Nino Serdarušić.
Bass und Jans setzten sich souverän mit 6:3, 6:4 gegen Andrew Paulson und Joran Vliegen durch. Deutlich knapper verlief die zweite Halbfinalpartie. Kalender und Serdarušić bezwangen Matej Vocel und Zdeněk Kolář mit 6:4, 4:6, 10:7 im Champions Tiebreak.










