Die Volkshochschule Iserlohn blickt trotz knapper Kassen optimistisch in die Zukunft. Mit mehr als 800 Kursen, Exkursionen und Veranstaltungen startet sie ins neue Programmjahr — und erteilt zugleich Überlegungen zu einem Zusammenschluss mit anderen Volkshochschulen eine klare Absage.

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Kurse rechnen sich

Ausgerechnet am Tag vor der Präsentation des neuen Jahresprogramms der Volkshochschule Iserlohn am sorgte eine Meldung bundesweit für Schlagzeilen.„Volkshochschulen schlagen Alarm“, hieß es da. Der Präsident des VHS-Landesverbands, Klaus Heborn, hatte bei weiter sinkenden Mitteln derVolkshochschulen aufgrund der katastrophalen Finanzlage der meisten Kommunen sogar mit der Schließung einiger Einrichtungen gedroht.

„Die Volkshochschule Iserlohn ist gut aufgestellt“, wollte Iserlohns-VHS-Leiter Rainer Danne nicht in das Klagelied einstimmen. „Wir kalkulieren so, dass sich unsere Kurse rechnen. Der Ertrag ist ganz ordentlich“, so Danne weiter. Dass auch die Iserlohner Bildungseinrichtung stärker auf die Finanzen schauen muss, dementiert auch Dannes direkter Vorgesetzter, Matthias Quaschnik, Ressortleiter Kultur, Bürger und Sicherheit bei der Stadt Iserlohn, keinesfalls:„Das würde unterm Strich das eigene Personal betreffen, die Honorare der Pädagoginnen und Pädagogen werden ja vom Land gefördert.“

Jahresetat zwei Millionen Euro

Auf rund zwei Millionen Euro beläuft sich der Jahresetat der Iserlohner Volkshochschule. „Eine Million kommen durch die Landesförderung und Kursgebühren wieder herein. Der größte Ausgabeposten ist die Anmietung des Gebäudes vom Kommunalen Immobilienmanagement mit knapp 800.000 Euro jährlich“, gibt Rainer Danne einen Einblick in die Bilanz. Bleiben 200.000 bis 300.000 Euro an Zuschussbedarf. „Die Volkshochschule gehört zu denPflichtaufgaben der Stadt“, stellen Matthias Quaschnik und Rainer Danne fest.

Dynamisierung weggefallen

Dennoch übten beide auch Kritik am Land. Die seinerzeitige Dynamisierung der Landesförderung sei nur ein Jahr später wieder aufgehoben worden.Während die Kosten stiegen, hielte die Förderung da nicht Schritt. „Wir wollen so weitermachen wie vorher“, würde sich Danne freuen. „Die Landesförderung ist zwar hoch, sie reicht aber nicht“, klagt Matthias Quaschnik. Dennoch sei es auch dieses Mal wieder gelungen, ein gutes Programm mit mehr als 800 Kursen, Exkursionen und Veranstaltungen anzubieten. „Ich bin zuversichtlich, dass es auch so bleibt.“

Absage an Zweckverband

Der Gründung eines Zweckverbands, bei dem sich die Volkshochschule — analog der Menden-Hemer-Balve — mit einer benachbarten VHS, etwa der Hagener, zusammenschließt, erteilen die beiden Iserlohner eine klare Absage. Matthias Quaschnik: „Wenn wir das machen würden, gibt es Einschränkungen am Programm. Dann wäre das eben kein Iserlohner Programm mehr.“ Beiden Protagonisten ist vor diesem Hintergrund nicht Bange um die Zukunft der Iserlohner Volkshochschule — allen anderslautenden Klageliedern zum Trotz.