Bei strahlendem Sonnenschein weihte Pfarrer Dirk Gogarn in Rahmen seiner Bergpredigt zu Pfingsten am Samstag, 23. Mai, das Gipfelkreuz des Valberter Jägerkopfes ein. Errichtet wurde es vor kurzem durch die Valberter Jäger auf der höchsten Erhebung der ehemaligen Gemeinde Valbert.

2024 haben die Valberter Jäger im Rahmen eines Ausfluges festgestellt, dass der höchste Berg der mittlerweile zu Meinerzhagen gehörenden Gemeinde keinen eigenen Namen hat.

Tobias Kneisel vom Jägerzug beschloss, dies zu ändern. Gemeinsam mit den anderen Vereinsmitgliedern setzte er sich dafür ein, dass nicht nur ein Name für die Erhebung inmitten des Gebietes "großer Hahn" festgelegt wird, sondern aus ein Gipfelkreuz errichtet wird.

"Verrückte Dinge sind dafür da, dass ein paar Leute sagen `ich mache das´", erklärt Rasmus Berghaus in seiner Rede. Er ist Zugführer des Jägerzuges im Schützenverein und hat diesen gemeinsam mit seinem Vater ins Leben gerufen. Besonders freute er sich über das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Valberter, die das Projekt unterstützt haben. "Jetzt ist es perfekt geworden", stellte er in seiner Rede fest.

Das Kreuz selbst hat die Valberter Sektion des Sauerländer Gebirgsvereins gespendet, die Metallhülse, mit der es im Boden verankert ist, die Firma Schäfer Metallbau aus Valbert. Rundherum um das Gipfelkreuz ist der Platz geschottert worden, dieser wurde von Thorsten Schmidt geliefert – ebenfalls kostenfrei. „Da sieht man dann, was Dorf wert ist“, freute sich der Vorsitzende.

Behörden als größte Herausforderung

„An die Grenzen stoßen wir nur, wenn wir Behörden mit reinnehmen müssen“, so Berghaus. Aber auch dafür hatte er einen Fachmann an Bord: Den Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck. Er kümmerte sich unter anderem um die notwendigen Genehmigungen beim Forstamt.

„Wenn der Pöschter (Spitzname von Hans-Gerd Turck, Anm. d. Red) bei mir in der Behörde anrufen würde, dann würde ich mich auch nicht trauen zu widersprechen“, scherzte Ralf Schwarzkopf zu Beginn seiner Rede. Der Landrat des Märkischen Kreises blickte in seinem Grußwort zurück auf die Gründung der Valberter Jäger im Jahr 1245 und ihre bisherige Geschichte.

Gipfelkreuz unterhalb des Gipfels

Die musikalische Gestaltung der Veranstaltung übernahmen die Jagdhornbläser und die Meinhardus-Musikanten. Rund 80 Gäste fanden ihren Weg auf den Valberter Jägerkopf – beziehungsweise bis kurz darunter. Das Gipfelkreuz befindet sich nicht auf dem 632 Meter hohen Gipfel, sondern 12 Meter tiefer, weil es dort besser erreichbar ist und aufgrund von Aufforstungsmaßnahmen die Sicht von dort auf Dauer besser ist.