Weltweit gibt es jedes Jahr unzählige besondere Aktionstage und Gedenktage. Einige sind lustig bis skurril, andere haben einen ernsten und sinnvollen Hintergrund und manche wiederum sollen an Themen erinnern, die im Alltag oft untergehen. LokalDirekt möchte mit der Serie "Kalenderblatt kurios" mal zum Schmunzeln anregen, mal Denkanstöße geben.
Man sieht sie nicht und dass sie gebraucht werden, fällt den meisten erst auf, wenn sie mal nicht erscheinen: Die Zeitungsausträger. Morgens um zwei oder drei Uhr bekommen sie die gedruckte Version an ihre Sammelstelle gebracht. Von montags bis samstags, bei Hitze, Eis und Schnee bringen sie die Druckwerke dann zu den Abonnenten, die pünktlich zum Frühstück die aktuellsten Nachrichten aus ihrem Ort und aus aller Welt lesen möchten.
Zehnjähriger als Auslöser
Der Tag der Zeitungsausträger wird in den Vereinigten Staaten gefeiert und soll Barney Flaherty ehren: Er war — damals gerade einmal zehn Jahre alt — der erste Zeitungsausträger, der am 4. September im Jahr 1833 von Benjamin Day, dem Herausgeber der "New York Sun" eingestellt wurde. In den USA werden an diesem Jahrestag auch alle anderen Zeitungsausträger gefeiert.
Ein Job im Wandel
Aber das Printmedium ist eine vom Aussterben betroffene Spezies: Mehr und mehr wandert der Blick der Verbraucher ins Frühstücksfernsehen oder aufs Smartphone, wo sich per Klick oder Wisch die Nachrichten filtern lassen, die sie lesen möchten. Ein Entwicklung, die sich auch für die Zeitungsausträger bemerkbar macht: Die Kunden werden zwar weniger — die zu beliefernden Bezirke aber größer.











