Mit einem epochenübergreifenden Programm trat die Organistin Julia Chekulaeva in Lüdenscheid und Halver auf. Innerhalb von zwei Tagen gab sie zwei Orgelkonzerte: am 17. April in der evangelischen Erlöserkirche, einen Tag später in der katholischen Christus-König-Kirche.
„Es geht um eine Zeitreise durch die Jahrhunderte der Musikgeschichte“, erklärt Chekulaeva ihr Konzept. Statt sich einem einzelnen Komponisten zu widmen, stellte sie Werke aus unterschiedlichen Epochen gegenüber und verband sie mit eigenen Improvisationen.
Internationale Musikerin mit vielseitigem Hintergrund
Die gebürtige Russin lebt seit 13 Jahren in Deutschland und ist heute in Stuttgart zu Hause. Nach ihrem Studium an der dortigen Musikhochschule konnte sie bereits mehrere internationale Wettbewerbe für sich entscheiden. „Ich bin Pianistin und Organistin“, sagt Chekulaeva, die sich sowohl auf dem Klavier als auch an der Orgel zuhause fühlt. Ihre Verbindung nach Lüdenscheid reicht einige Jahre zurück: „Ich war damals für einen Kurs hier und habe im Abschlusskonzert eines Teilnehmers gespielt.“ Diese Kontakte führten nun zu ihrem erneuten Auftritt in der Stadt.
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Drei Jahrhunderte, drei Klangwelten
Im Zentrum der Konzerte stand die Gegenüberstellung dreier bedeutender Komponisten: Johann Sebastian Bach aus dem 18. Jahrhundert, Franz Liszt aus dem 19. Jahrhundert und Igor Strawinsky aus dem 20. Jahrhundert. Ergänzt wurde das Programm durch freie Improvisationen der Künstlerin.
Rund 60 Musikliebhaber besuchten das Konzert in der Erlöserkirche in Lüdenscheid, etwa 30 Zuhörer kamen in Halver zusammen. „Es war schön und relativ voll in der Erlöserkirche“, freut sich Chekulaeva. Auch die Atmosphäre in der Christus-König-Kirche hob sie hervor: „Hier gefällt mir besonders die Beleuchtung.“ Für die Musikerin bleibt jedes Konzert ein besonderes Erlebnis: „Ich spiele einfach generell gerne Konzerte. Dasselbe Stück kann auf zwei verschiedenen Orgeln ganz unterschiedlich klingen.“







