Ob im Sportverein, bei der Feuerwehr, in der Politik oder in Kultureinrichtungen – wer sich freiwillig in der Gesellschaft einbringt, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, das Leben, wie wir es kennen, lebenswert zu gestalten. Denn ohne Ehrenamt geht es nicht. Aus diesem Grund rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Nationalen Ehrentag auf, an dem sich auch die Stadt Halver mit einer Veranstaltungsreihe beteiligte.

Vielfalt des Ehrenamts

„Die Vielfalt an ehrenamtlichen Tätigkeiten ist faszinierend. Die Ehrenamtler haben eine Aufgabe gefunden, bei der sie gemerkt haben, dass sie sich einbringen können – und das finde ich bemerkenswert", sagt Bürgermeister Armin Kibbert. Denn letztlich sei alles, was nicht bezahlt wird, Ehrenamt. „Hier wird keiner reich, hier wird geholfen. Hier werden Probleme erkannt und Lösungen gefunden", betont er im Rahmen des Ehrentages im Jugendcafé Aquarium.

Dort trafen sich am Mittwoch, 20. Mai, zahlreiche engagierte Menschen, die in ihrem Leben bereits das eine oder andere dazu beigetragen haben, damit sich Geflüchtete, die sonst keine Hilfe erhalten hätten, besser integrieren konnten.

Ehrenamt als Schlüssel zur Integration

Hilfe, um den Alltag zu meistern. Hilfe, um die Sprache zu lernen. Hilfe, um die schwierige Bürokratie zu bewältigen. Das Sprachcafé leistet an allen Ecken und Enden einen wichtigen Beitrag, um Geflüchtete zu unterstützen. „Ich finde es wichtig zu helfen, wenn ich auch mit kleinen Dingen dazu beitragen kann", erklärt eine Besucherin im Aquarium.

Doch aus „kleinen Dingen" können auch ganz schnell große entstehen: Helga und Dieter Feckinghaus berichten im Gespräch mit LokalDirekt über langjährige Freundschaften und "Momente für die Ewigkeit", die sich während ihres ehrenamtlichen Engagements entwickelt haben. Sie erzählen von einem Syrer, den sie in der Flüchtlingshilfe in Halver kennengelernt haben, der 2006 jedoch wieder abgeschoben wurde. Das Besondere an dieser Geschichte: Sie sind bis heute mit ihm befreundet und haben ihn bereits dreimal in Syrien besucht. „Diese Erlebnisse bleiben unvergesslich. Solche Geschichten entstehen nur durch das Ehrenamt", sagt Helga Feckinghaus.

Eintrittsfreier Besuch in der Villa Wippermann

Neben einer weiteren Aktion im Rahmen der Sportabzeichenverleihung konnten Ehrenamtliche am Donnerstag, 21. Mai, auch das Regionalmuseum Villa Wippermann kostenlos besuchen.

Wie Jana Eilhardt von der Villa Wippermann erklärte, sollte der Besuch vor allem jenen die Möglichkeit geben, ins Museum zu kommen, die sonst selten oder gar nicht die Zeit dafür finden.

Von links: Bürgermeister Armin Kibbert, Meike Schmidt, Jana Eilhardt und Marlies Kellers von der Villa Wipperman sowie Aldona Weis von der Stadt Halver.
Foto: Jung

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