Der Ennepe-Ruhr-Kreis treibt die Fortschreibung seines Nahverkehrsplans voran und setzt dabei auf die Unterstützung der Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger erhalten an zwei Terminen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einzubringen.

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Zwei Termine ohne Anmeldung

Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Erreichbarkeit von Orten mit Bus und Bahn, zur Taktung der Verbindungen sowie zur Verlässlichkeit von Anschlüssen. Auch Aspekte wie barrierefreie Haltestellen und verständliche Fahrgastinformationen spielen eine zentrale Rolle. Die Rückmeldungen fließen in die Planung ein, die den ÖPNV in den kommenden Jahren prägen soll.

Interessierte können ihre Hinweise bei zwei Veranstaltungen einbringen:

  • am Montag, 8. Juni, von 17 bis 19 Uhr im Veranstaltungszentrum Rathaus 2 in Wetter/Ruhr sowie
  • am Mittwoch, 11. Juni, ebenfalls von 17 bis 19 Uhr im Schwelmer Kreishaus.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Jeder Hinweis ist wertvoll. Schließlich entsteht ein guter Nahverkehr nicht am Schreibtisch. Er muss zu den Wegen, Zeiten und Bedürfnissen der Menschen passen, die ihn nutzen oder künftig nutzen sollen“, hofft Landrat Jan-Christoph Schaberick auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Plan legt Entwicklung fest

Der Nahverkehrsplan dient als Grundlage für die Weiterentwicklung des ÖPNV im Kreis. Er regelt unter anderem Linienführungen, Taktzeiten, Anschlüsse und die Ausstattung von Haltestellen. Auch die Barrierefreiheit und die Qualität der Fahrgastinformation spielen eine wichtige Rolle.

Der aktuell gültige Plan stammt aus dem Jahr 2016. Der Kreistag hatte im Sommer 2024 das Verfahren zur Fortschreibung eingeleitet. Die Verabschiedung des neuen Plans ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Umfangreiches Verkehrsangebot im Kreis

Derzeit verkehren im Ennepe-Ruhr-Kreis 116 Buslinien, vier Bedarfslinien sowie drei Straßenbahnlinien. Zusammen legen sie jährlich rund zehn Millionen Kilometer zurück. Mehrere Verkehrsunternehmen betreiben die Linien, darunter die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr, die Bogestra, die Wuppertaler Stadtwerke, die Hagener Straßenbahn, der Busverkehr Rheinland und die Ruhrbahn. Ergänzt wird das Angebot durch zwölf Linien des Schienenpersonennahverkehrs im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.