Warum werden manche Waldflächen eingezäunt? Woran lässt sich erkennen, dass Wild junge Bäume verbissen hat? Und welche Rolle spielt die Jagd für den Wald? Bei einem geführten Spaziergang am Sonntag, 11. Oktober, können Interessierte solchen Fragen gemeinsam mit einem erfahrenen Jäger nachgehen.

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Wer im Wald unterwegs ist, sieht meist mehr, wenn das Handy in der Tasche bleibt. Genau dazu möchte Thomas Bette, Naturschutzobmann des Hegerings und Baumberater des Baumvereins Halver, bei einem besonderen Spaziergang einladen. Gemeinsam mit seinen Hunden geht es durch den Wald.

Die Teilnehmer können Fragen stellen, Beobachtungen ansprechen und miteinander ins Gespräch kommen. Schließlich, so seine Überzeugung, können Menschen vor allem das schätzen und schützen, was sie kennen. „Ich habe das an mir selbst bemerkt, nachdem ich in der Diplomarbeit mit Insekten gearbeitet habe. Vorher waren sie nervig, im besten Fall egal. Jetzt ist unser kompletter Garten zum Insektenparadies umgebaut“, erklärt Bette.

Erster Spaziergang dieser Art

Die Route führt an erhaltenen Waldflächen ebenso vorbei wie an neu entstandenen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist am Sonntag, 11. Oktober, gegen 9.30 Uhr auf dem Parkplatz des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs. Die Wanderung dauert je nach Gesprächsverlauf etwa eineinhalb bis zweieinhalb Stunden. Festes, waldtaugliches Schuhwerk wird empfohlen. Die Teilnahme ist kostenlos.

40 Jahre Erfahrung mit Wald und Bäumen

Der Gastgeber bringt dafür langjährige Erfahrung mit. Er hat zunächst eine Ausbildung zum Forstwirt absolviert und mehrere Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Anschließend studierte er Forstwissenschaften bis zum Zweiten Staatsexamen und wechselte später in die Baumpflege. Seit drei Jahren arbeitet er beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) im forstlichen Umweltmonitoring. Seit rund 45 Jahren ist er außerdem als Jäger aktiv.