Tlako Mokgadi ist der personifizierte rote Faden in einem „Ruhrical“, das sich „Radio Ruhrpott“ nennt. Dort spielt er den Radiomoderator Sam Maldock, singt und tanzt – und belebt 60 Jahre Musikschaffen aus dem Revier. Mitreißende Liebes- und Musikgeschichte, Ruhrgebiets-Heimatfolklore und eine Hitparade unseres eigenen Lebens.

 

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Eine klingende und szenische Hitparade unseres eigenen Lebens. Eine Liebeserklärung an das Ruhrgebiet, den „Pott“. Eine Hommage an dieses phantastische Medium Radio. Und eine Paraderolle für Tlako Mokgadi, Musiklehrer an der Plettenberger Szene-Musikschule Cofidato: Im Herner Mondpalast, in der Konzertaula Kamen, im Eventforum Castrop-Rauxel, in der Stadthalle Waltrop, im Orchesterzentrum Dortmund und auf der Zeche Zollverein in Essen wird bis in den späten April hinein gespielt. Es ist ein „Ruhrical“, wie Tlako Mokgadi breit strahlend erklärt. Er spielt dort den Radiomoderator Sam Maldock und beseelt in unnachahmlicher Weise den fiktiven Sender, die Show, das Publikum.

Bei „Radio Ruhrpott“ handelt es sich um eine Bühnenshow, die die Geschichte des Ruhrgebiets mit der Musik der letzten 60 Jahre verknüpft. Irgendwie nämlich, so hat es den Anschein, war der Nukleus der populären Musik in Deutschland nicht nur in den Staaten, im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden angesiedelt, sondern auch und insbesondere im Ruhrgebiet.  Sei es der Schmachtfetzen vom „Mond von Wanne Eickel“ mit Friedel Hensch und den Cyprys, die „Motorbiene“ von Benny Quick, „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Marcus, „Vatter aufsteh’n“ von Tana Schanzara, „Deine blauen Augen“ von den Schwestern Humpe & Humpe, „Flieger“ von Extrabreit oder Nenas „99 Luftballons“ – alles das erblickte das Licht der Musikwelt im Ruhrgebiet oder im Scharnier von Ruhr und Lenne, in Hagen. Hinzu kommen so unglaubliche Typen wie Jürgen von Manger oder Hape Kerkeling, beide nachgespielt und nachgesungen.

Durch diese sechs Jahrzehnte umspannende Musikgeschichte fegt ein typisches Ruhrgebiets-Liebespaar: „Radio Ruhrpott“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen Ritchie, der „auf ‘m Pütt“, der Zeche Erin arbeitet und Petra, der Tochter des Reviersteigers, Ritchies Vorgesetzten. Das junge Paar erlebt das Ruhrgebiet aus den 50er Jahren bis heute, erfährt die Kraft der Liebe, stärkt sich an der Solidarität im Ruhrgebiet und macht nebenbei eigene und fremde Musikgeschichte – wobei der fiktive Sender „Radio Ruhrpott“ den roten Faden vorgibt. Ritchie hat nämlich eine eigene Band, lauscht sich vom Sender die neuesten Platten ab – so war das in den 60ern – und komponiert für das Radio einen Jingle, der absolut ins Ohr geht.

Dieses Radio, es wird moderiert von einem Typen namens Sam Maldock, der nichts anderes als eine Erinnerung an den unvergesslichen Mal Sondock ist. Und dieser Sam Maldock wird verkörpert von dem in Plettenberg an der Musikschule Cofidato unterrichtenden Tlako Mokdadi. Dieser steht im schneeweißen Anzug auf unnachahmliche Art und Weise am Regler und Mikro des Ruhrpott-Radios.

Sänger, Tänzer, Musicaldarsteller und Musiker des „Ruhricals“ sind – wie auch Moderator Tlako respektive Sam – absolute Profis und so gerät das Musical zu einer furiosen Sause durch Jahrzehnte und Musik, zu einer Hitparade des eigenen Lebens und zu einer mitreißenden Heimatfolklore. Das ist handwerklich perfekt gemacht, hochprofessionell, gekonnt, immer mit Heimatliebe und Esprit gewürzt. Drei Sätze gehören untrennbar dazu: Ja, wir waren dabei. Ja, das war, das ist unsere Zeit mit „unseren“ Liedern. Und ja: Sie kriegen sich, der Ritchie und die Petra. Gott sei Dank, was sind wir am Ende glücklich und beseelt!

Wenn ein Ratschlag erlaubt sei, dann dieser: Da sollte man, da muss man hin. „Radio Ruhrpott“ ist, wie auch Plettenbergs Musiklehrer Tlako Mokgadi, die Entdeckung für das frühe 2026.

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