Die Geschwister-Scholl-Realschule in Plettenberg und das Technikzentrum Südwestfalen in Lüdenscheid arbeiten künftig noch enger zusammen. Beide Einrichtungen haben eine Kooperationsvereinbarung über eine Bildungspartnerschaft unterzeichnet. Ziel ist es, die Förderung von Schülern im MINT-Bereich weiter auszubauen.

Auch Schüler der Richard-Schirmann-Realschule Lüdenscheid nahmen im März am Unternehmensplanspiel im Technikzentrum Südwestfalen teil
Video: Hösterey | Archiv

„Damit verbessern wir die Förderung der Schüler im MINT-Bereich“, erklärt Schulleiter Oliver Held. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Realschule bietet bereits in der Jahrgangsstufe 8 einen freiwilligen MINT-Neigungskurs an. Die Teilnehmer erhalten zusätzlich zum regulären Unterricht zwei Wochenstunden in den entsprechenden Fachbereichen.

Nach Angaben der Schule profitiert das Angebot von einer vollständigen Besetzung des Lehrerkollegiums. Durch die Zusammenarbeit mit dem Technikzentrum soll der Unterricht nun noch stärker an der Praxis ausgerichtet werden. „Durch die Kooperation mit dem Technikzentrum wird der Ansatz lebens- und praxisnah erweitert“, so Held.

Erste Erfahrungen mit der Zusammenarbeit wurden bereits in diesem Schuljahr gesammelt. Schüler der neunten Klassen nahmen an einem Praxistag im Technikzentrum in Lüdenscheid teil. Bei einem Unternehmensplanspiel schlüpften sie in die Rolle eines eigenen Unternehmens und lernten betriebliche Abläufe kennen. In Bereichen wie Unternehmenskommunikation, Marketing, Finanzen, Forschung und Entwicklung sowie Produktion begleiteten sie die Entstehung eines Produkts von der Idee bis zur Fertigung.

Die Resonanz fiel laut Schulleiter durchweg positiv aus. „Die Rückmeldungen von Schülern und Lehrern waren einhellig positiv“, berichtet Held.

Die Resonanz auf das Unternehmensplanspiel im Technikzentrum fiel durchweg positiv aus.
Foto: Geschwister-Scholl-Realschule

Mit der nun geschlossenen Bildungspartnerschaft wollen beide Partner die Zusammenarbeit langfristig ausbauen. Geplant sind weitere gemeinsame Projekte, Veranstaltungen und außerschulische Lernangebote, die den Jugendlichen praxisnahe Einblicke in technische Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten vermitteln sollen.