Oliver Mathews ist begeistert. Einer seiner Kursteilnehmer im Technikzentrum Lüdenscheid hat „Nao“, dem humanoiden Roboter, eine geschmeidige Tai-Chi-Bewegung beigebracht. „Gar nicht so einfach“, sagt der Diplom-Ingenieur des Instituts für Mathematik und Informatik der Uni Bochum.
„Erwecke Nao zum Leben“ – so lautete das Thema für die neun Teilnehmer eines Ferienkurses am 31. März und 1. April. Von 10 bis 14 Uhr hatten sie an beiden Tagen Zeit für einen praxisnahen Einblick in die humanoide Robotik.
Wie funktioniert ein Roboter? Warum können viele von ihnen zwar Autos bauen oder den Mars erkunden, aber noch keinen Müll entsorgen oder Getränke aus dem Kühlschrank holen?
Auf diese Fragen hatten Oliver Mathews und seine Tochter Lea an den beiden Tagen die passenden Antworten. Und sie zeigten den Schülern, wie sie „Nao“ Schritt für Schritt zum Leben erwecken können. Dabei ging es darum, wie Roboter mithilfe verschiedener Sensoren auf Menschen und ihre Umgebung reagieren. Mit der Software „Choreographe“ programmierten die Teilnehmer schließlich eigenständig Funktionen und Bewegungen. Sie lehrten „Nao“, zu sprechen und zuzuhören. Ein Beispiel aus der Praxis: „Nao, was ist dein Lieblingsessen?“ Prompt antwortet der Roboter „Spaghetti". Irgendwie menschlich.
Der Kurs vermittelte zudem wertvolle Informationen zu zukunftsorientierten Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten in den Bereichen IT und Robotik. „Wir wollen den Kindern wichtige Anregungen geben“, betonte Oliver Mathews. Er hofft, dass der Kurs einigen Teilnehmern Anregungen für die Zukunft gibt.
Das kostenfreie Angebot fand in Zusammenarbeit mit dem RobertaRegioZentrum der Uni Bochum und dem Verein Technikförderung Südwestfalen statt.
In einem zweiten Kurs entwickelten und bauten die Teilnehmer ihre eigene netzwerkgesteuerte, smarte Lampe. Von der ersten Schaltung bis zur Programmierung erlebten sie hautnah, wie elektronische Systeme funktionieren und gesteuert werden.







