Zahlreiche Anwohner und Interessierte kamen am Donnerstag, 16. April, in den Ratssaal. Die Verwaltung und das Planungsbüro "Bramey. Bünemann. Ingenieure" informierten rund um die anstehende Sanierung der Viktoriastraße.

"Es sind umfangreiche Arbeiten nötig", stellte Sachgebietsleiter Peer Heinzer fest. So seien Tiefbauarbeiten erforderlich; losgehen soll es voraussichtlich kurz vor den Sommerferien. Die Grundstücke der Einwohner, verprach Heinzer, sollen erreichbar bleiben - "wenigstens zu Fuß oder über eigens dafür angelegte Schotterrampen." Und auch an den Abfuhrterminen der Müllabfuhr soll sich nichts ändern.

Kosten für Anwohner, so ergänzte Fachbereichsleiter Alexander Gundlach, werden nicht entstehen: "Der Kostenbeitrag wurde abgeschafft." Anschließend stellten Luisa Rottmann und Dag Mlody vom Planungsbüro "Bramey. Bünemann. Ingenieure" die Entwurfsplanung im Detail vor, bevor die Anwohner Gelegenheit hatten, ihre Fragen und Anliegen vorzubringen.

Verbesserung der Sichtbedingungen und der Überflutungssituation

Mit Hilfe einer Präsentation verdeutlichte Luisa Rottmann Vorteile und Nutzen der Maßnahme: so sollen auch die Sichtbedingungen in der Kurve für die Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Außerdem soll auf Höhe der Hausnummer 85 - also am Spielplatz - eine Querung entstehen. Diese soll mit einer Verengung der Fahrbahn verbunden werden, um an dieser Stelle die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Verkehr zu beruhigen.

Auf Höhe der Hausnummern 43 bis 53 soll das Regenwasser künftig über eine Mulde in den Kanal abgeleitet werden, um einen Überlauf auf die Fahrbahn und die Grundstücke der Eigentümer zu verhindern.

Darüber hinaus soll ein einseitiger, 1,50 Meter breiter Gehweg gebaut werden, während am Verbindungsweg "Am Sundern" eine zusätzliche Wartefläche für die Bushaltestelle entstehen soll.

Grundstücksbreiten bleiben erhalten

Die Gelegenheit, Fragen zu stellen, wurde von den erschienenen Anwohnern rege genutzt. Sachgebietsleiter Peer Heinzer versicherte, dass die Grundstücksbreiten der Eigentümer sich durch die Sanierung nicht ändern werden.

Ein Anwohner kritisierte den geplanten Hochbordstein. Peer Heinzer erklärte, dass dieser der Verkehrssicherheit der Fußgänger dienen soll: "wir wollen damit eine permanente Überfahrung, wie sie in der benachbarten Asenbach erfolgt, vermeiden."

Den Wunsch, weitere Parkflächen entstehen zu lassen, lehnte Fachbereichsleiter Ralf Bechtel ab: "Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage ist eine derartige Investition nicht möglich."

Die Arbeiten sollen kurz vor den Sommerferien beginnen und voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Kosten für die Maßnahme werden sich schätzungsweise auf 1,7 Millionen Euro belaufen.