Sieg im Vier-Punkte-Spiel: Die Handballer der SGSH Dragons erledigen ihre Hausaufgaben im Saarland und schlagen den TV Homburg am Samstagabend, 28. März, nach zähem Kampf verdient mit 36:33 (16:17).
Der erste Durchgang in der Robert‑Bosch‑Halle entwickelte sich zum erwarteten Abnutzungskampf, wie er für ein Vier-Punkte-Spiel im Tabellenkeller kaum typischer sein konnte. Homburg erwischte den deutlich besseren Start, getragen von frühen Paraden des starken Keepers Schommer und einer gewissen Konsequenz im Abschluss. Binnen fünf Minuten stand es 3:0, ehe Igor Panisic erstmals auch die Dragons auf die Anzeigetafel brachte. Die SGSH zeigte vor allem im eigenen Überzahlspiel Probleme und konnte keinen wirklichen Ertrag aus den 7-gegen-6-Momenten ziehen.
Über den Kampf kamen die Gäste aus dem Sauerland dann Stück für Stück besser ins Spiel gegen das „schwere Brett“ TV Homburg, das die zuletzt ansteigende Formkurve auch gegen die Dragons bestätigte. Beide Teams hielten den Puls im weiteren Spielverlauf oben, abzusetzen vermochte sich weder der TVH noch die SGSH. Kurzzeitig schwappte das Momentum in Richtung der Gastgeber, die kurz vor der Pause auf vier Tore davonzogen (17:13, 27.), die Drachen im Anschluss aber sofort wieder in die Partie holten. Das erste Team-Timeout und einen 3:0-Lauf später ging es mit 16:17 aus SGSH-Sicht in die Kabinen.
SGSH mit dem besser sitzenden Nervenkostüm
Die zweite Hälfte begann mit dem erhofften Befreiungsschlag: Max Jaeger glich per Siebenmeter aus (31.), und als die Honigdachse kurz darauf in doppelte Unterzahl gerieten, nutzen die Dragons die Gelegenheit endlich einmal konsequent. Der groß aufspielende Julian Athanassoglou vollendete den nächsten 3:0‑Lauf zur ersten SGSH‑Führung des Abends – 18:19 nach 33 Minuten. Beide Teams lieferten sich danach weiterhin einen offenen Schlagabtausch, die Führung wechselte mehrfach den Besitzer. Mal ein Tor vorne, mal zwei hinten - es blieb ein Drahtseilakt in der urigen Robert-Bosch-Halle zu Homburg.
Ein beherzter 4:0‑Lauf brachte die eigene Führung zurück (25:27, 45.), eine Initialzündung blieb indes aus. Homburg reagierte mit der Auszeit und setzte anschließend auf den siebten Feldspieler. Das Risiko wurde allerdings nicht belohnt: Zwar netzten die Gastgeber und egalisierten Mal um Mal, nur um sich in der Gegenbewegung vermeidbare Treffer in den verwaisten Kasten einzufangen. Auf der anderen Seite zeigte auch die SGSH Nerven in der aufreibenden Begegnung; Max Jaeger donnerte einen Siebenmeter über den Kasten (49.). In diese Phase hinein übernahm Athanassoglou Verantwortung: Erst traf er doppelt zum 28:30 (51.) und legt wenig später sein sechstes Tor zum 29:31 nach.
Weiter unter dem Strich
Der Hausherr blieb mit einem feinen Heber samt Innenpfostenkontakt im Spiel (30:31, 54.) und ging hernach weiter All-In, doch in den entscheidenden Momenten ging die nötige Präzision ab. Die SGSH hingegen traf zum 30:32 (55.), ein weiterer Ballgewinn brachte freie Bahn zum 30:33 (56.) - Homburgs Mut der Verzweiflung wurde im Nervenkrieg der Robert‑Bosch‑Halle bitter bestraft. Über das zwischenzeitliche 30:34 (57.) und 32:34 (58.) fiel schließlich die Vorentscheidung: Erik Blaauw verwandelte bei seinem Comeback sicher unten rechts vom Punkt und machte den Deckel auf eine hochintensive Partie (32:35, 58.).
Der Blick auf die Konkurrenz unterstreicht die Bedeutung dieses Sieges: Melsungen II gab beim 25:25 gegen Gelnhausen buchstäblich in letzter Sekunde den Sieg aus der Hand, bleibt durch den Punktgewinn (16:36) aber weiterhin vor den Dragons (15:35) auf Rang zwölf. Bereits am Freitag siegten zudem die Bergischen Panther in Opladen und verschafften sich dadurch Luft im Tabellenkeller (18:32). Vor dem direkten Duell mit Melsungen II bekommen es die Dragons am 11. April mit Tabellenführer Saarlouis und der Aufgabe, die Ausgangsposition zu wahren, zu tun.
Match Facts
TV Homburg 33:36 SGSH Dragons
SGSH Dragons: Gipperich (3), Panisic (3), Pacek, Plate, Austermann, Krenn, Buschhaus (1), N. Jannack, L. Jannack, Athanassoglou (6), Blauuw (1/1), Börner (1), Klinkby-Knudsen (2), P. Jaeger (5/1), Voss, M. Jaeger (7/1).
Schiedsrichter: Lukas Schwarzmeier, Bela Stewen.
Siebenmeter: TVH 3/3 - SGSH 3/5 (verworfen: P. Jaeger, M. Jaeger/je 1)
Zeitstrafen: TVH 6 - SGSH 4










