Auf dem Gelände des ehemaligen Presswerks an der „Hohle Straße" entstehen 51 Wohnungen mit einer guten Durchmischung von jungen und alten Bewohnern. Am Montag, 2. März, fand der offizielle Spatenstich mit zahlreichen geladenen Gästen statt.

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In seiner Begrüßung betonte der Geschäftsführer des Gemeinnützigen Wohnungsunternehmens Plettenberg (GWU), Steve Baltot, dass es ein lang herbeigesehnter Meilenstein für das GWU, aber auch für die Gemeinde Herscheid sei.

Auf den rund 4140 Quadratmetern Grundstücksfläche entwickelt das GWU in den kommenden zwei Jahren zentrumsnahe, barrierearme Eigentums- und Mietwohnungen sowie eine Pflege-Wohngruppe und eine Tagespflegeeinrichtung. Nach dem Prinzip „Leben in der eigenen Wohnung bis ins hohe Alter“ haben die Architekten zwei viergeschossige Gebäude entworfen. In einem reinen Wohngebäude an der Hohle Straße 7 werden 14 Eigentumswohnungen entstehen. Mit Wohnungsgrößen von 47 bis 89 Quadratmetern sind sie sowohl für jüngere als auch für ältere Käufer interessant. Der Vorteil: Anders als bei vielen anderen Immobilienkäufen können sie den Vorteil ihrer eigenen, zentrumsnahen Immobilie bis ins hohe Alter genießen, weil die Angebote der Pflegeeinrichtungen bei Bedarf zur Verfügung stehen.

„Einzigartiges Zentrum der Gemeinschaft"

Nach langen Jahren des Stillstandes auf dem Baugelände, so war zumindest der Eindruck der Außenstehenden, wurden aber im Hintergrund Ideen entwickelt und Nutzungs- beziehungsweise Umsetzungsmöglichkeiten erörtert. Daraus entsteht nun ein Zentrum der Gemeinschaft. Der besondere Dank Baltots ging an die Gemeinde Herscheid, dem Vorstand und Aufsichtsrat des GWUs, die beteiligten Genehmigungs- und Bewilligungsbehörden des Märkischen Kreises, die beauftragten Hoch- und Tiefbauunternehmen Kebben und Hepelmann sowie die Marketingagentur Plakart. Sein besonderer Dank galt der Firma Herzwerk, die von Beginn an mit Ideen und Konzepten in die Planungen eingebunden war und diese weiterhin begleiten wird. Steve Baltot wünschte eine unfallfreie Baustelle und ein gutes Gelingen für dieses „großartige Projekt.

So soll der Komplex an der Hohle Straße in Herscheid in Zukunft aussehen - die Betrachtung erfolgt von der Rückseite.
Foto: GWU Plettenberg

Bürgermeister Schmalenbach freut sich ebenfalls

Dem schloss sich auch der Bürgermeister der Gemeinde Herscheid, Uwe Schmalenbach, an. Auch in seinen Grußworten riss er kurz die letzten, schwierigen Jahre des Grunderwerbs und der zukünftigen Nutzung an. Er freute sich aber, dass nun der Baubeginn ansteht und bezahlbarer Wohnraum in der Ebbegemeinde entsteht.

Danach wurde der erste Spatenstich gemeinsam von Stefan Zimmermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates des GWUs), Stephan Grützbach (Architekturbüro Tepe Grützbach Architekten GmbH), Bürgermeister Uwe Schmalenbach, Steve Baltot (Geschäftsführer des GWUs) und Elmar Schmidt (Geschäftsführer Pflegeteam Herzwerk GmbH) durchgeführt. Bei Gesprächen mit den Projektverantwortlichen sowie einem kleinen Imbiss mit kühlen Getränken klang der Nachmittag aus. In dieser Zeit wurde bereits der erste Bagger auf der Baustelle abgeladen, um in den kommenden Tagen mit dem Neubau zu beginnen.

28 geförderte Wohnungen

Neben den Eigentumswohnungen umfasst das geplante Bauvorhaben weitere 37 Wohneinheiten, von denen 28 Wohnungen im Rahmen der Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen über die NRW.BANK gefördert werden sollen.

Vorgesehen sind zwölf öffentlich geförderte Appartements in einer Pflegewohngruppe für pflegebedürftige Menschen mit einer Wohnfläche von jeweils circa 34 Quadratmetern. Diese Wohnungen sind auf die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten und unterstützen ein selbstbestimmtes Wohnen mit bedarfsgerechter Betreuung.

Darüber hinaus entstehen 16 weitere öffentlich geförderte Wohnungen für Singles, Paare und Familien, die zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beitragen. Ergänzt wird das Wohnangebot durch neun frei finanzierte Wohnungen. Diese 25 Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen werden zwischen 32 und 91 Quadratmeter groß sein.

Tagespflege in Kombination mit Herzwerk-Pflege

Zusätzlich wird im Gebäude eine Tagespflege errichtet, wodurch eine bedarfsgerechte Versorgungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen geschaffen und das Wohnkonzept sinnvoll ergänzt wird. Das Gesamtprojekt leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur sozialen Wohnraumversorgung sowie zur besseren Wohnraumbedarfsdeckung in Herscheid.