Was verändert sich, wenn ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird? Wie lässt sich der Alltag mit Demenz bewältigen – und welche Unterstützung gibt es, wenn psychische Belastungen hinzukommen? Die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe des Gesundheits- und Pflegenetzwerks Plettenberg-Herscheid widmet sich diesen und weiteren Fragen. Von September 2026 bis April 2027 finden mehrere kostenlose Informationsabende statt.
Die Reihe setzt sich mit zwei zentralen Themenkomplexen auseinander: „Plötzlich pflegebedürftig – was nun?!“ und „Emotionale Gesundheit – Hilfen für die Seele“. Laut Angaben des Netzwerks sollen die Veranstaltungen Betroffenen und Angehörigen Orientierung bieten, Fachwissen vermitteln und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.
Am Mittwoch, 9. September, um 16:30 Uhr, findet im Rathaus Plettenberg der nächste Termin statt. Unter der Überschrift „Plötzlich pflegebedürftig – was nun?“ wird erörtert, was nach einem Unfall oder einer Erkrankung zu tun ist, wenn plötzlich Pflege notwendig wird. Simone Kuhl, Pflegeberaterin des Märkischen Kreises, informiert darüber, wie Pflege zu Hause organisiert werden kann, welche Leistungen Betroffenen zustehen und welche Bedeutung der Pflegegrad hat.
Unterstützung in der letzten Lebensphase
Am Donnerstag, 17. September, um 18:00 Uhr, steht in der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius in Plettenberg die letzte Lebensphase im Blickpunkt. Hannah Franzen vom Netzwerk Hospizarbeit sowie Kathrin Schmidt und Christian Formanski vom Altenzentrum St. Josef beleuchten die Bedürfnisse von Betroffenen und Angehörigen. Thomas Bartz von der Kirchengemeinde St. Laurentius stellt zudem religiöse und seelsorgliche Hilfsangebote vor.
Am Montag, 21. September, um 18:00 Uhr widmet sich die Veranstaltung im Rathaus Plettenberg dem Thema Trauma und Demenz. Die Pflegesachverständige Tina Stahlschmidt erläutert, wie traumatische Erfahrungen im Krankheitsverlauf wieder auftreten und das Verhalten verändern können. Außerdem sollen Hilfen für Angehörige vorgestellt werden.
Die Pflegebedürftigkeit nach einem Schlaganfall steht am Montag, 5. Oktober, um 16:30 Uhr im Herscheider Bürgersaal im Blickpunkt. Tina Stahlschmidt informiert über Veränderungen für Betroffene und Angehörige, mögliche Einschränkungen sowie Hilfsmittel und Begleitung im Alltag.
Wenn körperliche Beschwerden psychische Ursachen haben können
Mit psychosomatischen Beschwerden beschäftigt sich der Facharzt Martin Boncek am Mittwoch, 14. Oktober, um 18:00 Uhr im Rathaus Plettenberg. Thematisiert werden körperliche Beschwerden wie Schwindel, Herzklopfen oder Atemnot, für die sich nicht immer ein organischer Befund findet. Der Abend soll Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche erklären und praktische Hilfen für den Alltag aufzeigen.
Auch der Umgang mit familiären Herausforderungen ist Teil der Reihe. Zwei Termine unter der Überschrift „Entspannter Umgang mit familiären Herausforderungen“ sind für Dienstag, 3. November, um 18 Uhr und Dienstag, 17. November, um 18 Uhr im Rathaus Plettenberg vorgesehen. Dabei geht es unter anderem um Entwicklungsverzögerungen, ADHS und Autismus. Die Veranstalter wollen Familien Informationen, Orientierung und Möglichkeiten zum Austausch anbieten.
Pflegebedürftigkeit bei ME/CFS
Am Dienstag, 2. Februar 2027, um 18:00 Uhr widmet sich die Veranstaltung im Rathaus Plettenberg der Pflegebedürftigkeit bei ME/CFS. Der Abend soll Grundlagen für den Alltag mit der Erkrankung sowie Möglichkeiten der Unterstützung vermitteln.
Am Donnerstag, 11. März, um 18:00 Uhr findet im Weidenhof-Kino in Plettenberg ein Abend zu Hilfen und Herausforderungen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung statt. Im Mittelpunkt stehen Unterstützungsangebote und Anlaufstellen.
Den Abschluss der auf dem Programm genannten Termine bildet am Donnerstag, 15. April, um 17:00 Uhr im Herscheider Bürgersaal ein Informationsabend unter der Überschrift „Wenn Pflege an die Grenzen führt – Schuldgefühle, Konflikte und Krisen verstehen“. Dabei erläutert die Pflegesachverständige Tina Stahlschmidt Belastungen im Pflegealltag und stellt Gesprächsmöglichkeiten sowie Hilfsangebote vor.
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Weitere Informationen gibt es bei Katja Gerecht unter 02391 923207 und per E-Mail an [email protected] sowie bei Meryem Yilmaz unter 02357 909325 und per E-Mail an [email protected].










