Die Vernisage warf ihre Schatten voraus: bereits zwei Wochen vorher erreichten handgeschriebene Einladungen der Primusschüler die Redaktion. Am Donnerstag, 28. Mai war es dann endlich soweit - Eltern, Lehrer, Geschwister, Großeltern und die Presse bekamen die Ergebnisse präsentiert.

Die Ausstellung entführte die Besucher in die Welt der Fabelwesen. Aufgabe der Schüler der Lernstufe zwei war es, sich eigene Kreaturen auszudenken - und eine passende Geschichte dazu. Gebastelt wurde mit den verschiedensten Materialien, darunter Draht, Zeitungspapier, Knete, Steine und Blätter.

Handgeschriebene Einladungen der Primusschüler erreichten zuvor die Redaktion.
Foto: Herold

Ergänzt wurden die Exponate durch die lebhaften Geschichten der Kinder rund um die von ihnen erdachten Fabelwesen. Der Fantasie der Schüler waren keine Grenzen gesetzt. "Diese Katze war erst schlank, dann hat sie zu oft bei ihrer Oma gegessen. Nun ist sie dick, hat dafür aber Superkräfte entwickelt", erklärt ein Schüler und deutet auf die bunte Katzenskulptur, die er aus Draht, Zeitungspapier und übrigens ebenfalls selbst hergestelltem Kleister gebastelt hat.

Es gab noch mehr zu entdecken: Meerjungfrauen, Pilze, Seepferdchen, Drachen, Fische – und allerlei Mischwesen. Darunter auch eine von einer Schülerin aus der Lerngruppe Jupiter erdachte Mischung aus Kuh und Kampffisch. "Sie war eine Kuh, dann hat ihr Opa sie ins Meer geschubst. Große Fische haben sie gefunden. Sie hat alles erzählt, was passiert ist. Nach langer Zeit im Meer hat sie sich in eine Fischkuh verwandelt", erklärt sie.

Und auch die zuvor verschickten Einladungen an die Presse waren Bestandteil des Projekts. "Die Schüler sollten die Vernisage komplett selbstständig organisieren. Dazu gehörten auch die Einladungen, die im Rahmen des Deutschunterrichts geschrieben und anschließend verschickt wurden", erklärt Lehrerin Nadja Hartel. "Die Kinder waren von Anfang bis Ende in das Projekt eingebunden. Das hat man auch bei der Vernissage gemerkt."