Rund 80 Schüler ab der achten Klasse nahmen an dem Berufsfelderkundungstag „Tag des Kunststoffs" teil und erhielten praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Kunststoffbranche.

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Roboter programmieren, Werkzeuge zusammenbauen und eine Spritzgießmaschine bedienen – beim zweiten „Tag des Kunststoffs" konnten Schüler an zahlreichen Stationen selbst aktiv werden und technische Berufe hautnah erleben. Zehn Unternehmen aus der Region beteiligten sich an dem Berufsfelderkundungstag und stellten gemeinsam mit ihren Auszubildenden abwechslungsreiche Aufgaben bereit, die von allen mit großem Interesse ausprobiert wurden, berichtet der Märkische Kreis in einer Pressemitteilung.

Neben handwerklichem Geschick war auch technisches Verständnis gefragt

Steckdosen wurden verdrahtet, verschiedene Kunststoffsorten bestimmt und Bauteile nach Vorgaben zusammengesetzt. Dabei erhielten die Schüler nicht nur Einblicke in die Arbeitsabläufe der Betriebe, sondern konnten sich auch direkt mit Auszubildenden und Fachkräften austauschen. Auch die Agentur für Arbeit unterstützte den Aktionstag im Rahmen ihrer „Woche der Ausbildung" und informierte über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten. Mit VR-Brillen erhielten die Schüler zusätzlich virtuelle Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche der Kunststoffwelt.

Handyparkhaus für mehr Konzentration

Damit sich die Kinder und Jugendlichen während der praktischen Aufgaben voll auf die Stationen konzentrieren konnten, gab es an jeder Station ein sogenanntes „Handyparkhaus". Dort wurden die Smartphones für die Dauer der Übungen abgelegt. Dadurch richteten sie ihre Aufmerksamkeit ganz auf die praktischen Aufgaben und arbeiteten ruhig und konzentriert mit, heißt es in der Mitteilung weiter. Die beteiligten Unternehmen begrüßten diese Regelung, weil es ein intensiveres Ausprobieren und einen besseren Einblick in die Tätigkeiten ermöglichte, so der Märkische Kreis.

„Ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsgewinnung"

Zur Eröffnung besuchte Sebastian Wagemeyer, Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, die Veranstaltung im Kunststoff-Institut: „Ich bin sicher, dass der Tag des Kunststoffs als niederschwelliges Angebot gut geeignet ist, die Branche bei den Schülerinnen und Schülern bekannter zu machen und Hürden abzubauen", lobte er und betonte, wie wichtig der Tag des Kunststoffs für die heimische Region ist. „Ich freue mich, dass die Kommunale Koordinierungsstelle KAoA des Märkischen Kreises, das Kunststoff-Institut und das Technikzentrum Südwestfalen dieses tolle Format ins Leben gerufen haben. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsgewinnung in einer für Lüdenscheid bedeutenden Branche."

Rund 80 Schüler ab der achten Klasse nahmen an dem Berufsfelderkundungstag „Tag des Kunststoffs“ teil und erhielten praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Kunststoffbranche.

Torsten Urban und Ugur Demetgül über den Tag des Kunststoffs

Torsten Urban, International Network Cluster Manager des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Die Schülerinnen und Schüler können hier selbst erleben, wie etwas funktioniert. Das ist etwas anderes als eine Messe. Sie arbeiten ruhig und konzentriert an den Stationen, und man merkt schnell, wenn jemand feststellt: Das ist genau mein Ding", sagte Torsten Urban. Der Aktionstag helfe den Jugendlichen dabei, herauszufinden, ob ein technischer Beruf zu ihnen passe. Gleichzeitig sei er auch für die Unternehmen wichtig. „Die Firmen können sich vorstellen und früh Kontakt zu möglichen Praktikantinnen und Praktikanten oder Azubis knüpfen. Wir geben ihnen hier bewusst eine Bühne, denn beide Seiten sollen profitieren - die Schülerinnen und Schüler genauso wie die Betriebe."

Auch Geschäftsführer Ugur Demetgül vom Technikzentrum Südwestfalen betonte die Bedeutung des Aktionstages für die Berufsorientierung in der Region. „Wir wollen den Schülerinnen und Schülern zeigen, welche Möglichkeiten es hier vor Ort gibt. Viele entdecken erst durch das Ausprobieren, was ihnen Spaß macht und welche beruflichen Wege für sie infrage kommen. Unsere Aufgabe ist es, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren und deren Interesse zu wecken."