Nach Mitteilung der AOK nehmen die Fälle von Windpocken bei Kindern im Märkischen Kreis von Jahr zu Jahr zu. Gegen diese äußerst ansteckende Krankheit hilft eine Impfung im Kleinkindalter.

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Impfung gegen Windpocken

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden im Märkischen Kreis im vergangenen Jahr 137 Fälle von Windpockenerkrankungen gezählt, 89 mehr als im Vorjahr. Laut AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider rät die Krankenkasse, Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen.

Auslöser für Windpocken (Varizellen) ist ein Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird. „Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI empfohlenen Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt“, so Schneider. „Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, um gut informiert im Sinne ihres Kindes zu handeln“, so der Serviceregionsleiter.

Vorsicht Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr beginnt einen Tag, bevor der Hautausschlag auftritt, und endet, wenn die Bläschen austrocknen. Erst zehn Tage bis drei Wochen nach der Ansteckung äußert sich die Infektion in Form von Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber. Ein bis zwei Tage später treten linsengroße rote Flecken auf der Haut auf, die sich zunächst in stark juckende Knötchen, anschließend in Bläschen verwandeln. Die Bläschen sind mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt, die in hohem Maße ansteckend ist. Innerhalb von ein bis zwei Wochen verkrusten sie und fallen ab.

Juckreiz lindern

Trotz des extremen Juckreizes sollten Windpocken nicht aufgekratzt werden. Dies kann nicht nur Narben hinterlassen. Durch das Kratzen können sich die Bläschen auch entzünden und es kann zu schweren Hautinfektionen kommen. Vom Arzt verordnete Salben oder Lotionen lindern den Juckreiz. Wie bei allen Virusinfektionen hilft Bettruhe bei der Genesung.

Informationsadressen

Einen Überblick über alle wichtigen Fakten zum Impfschutz und eine Hilfestellung bei der Entscheidung „Impfen ja oder nein“ gibt es im Internet unter aok.de/nw in der Rubrik Leistungen & Services > Leistungen von A bis Z.