50 Aussteller, hunderte Besucher und unzählige Fragen: Der Tag der offenen Tür am BKT und am Getrud-Bäumer-Berufskolleg wurde zum Treffpunkt für alle, die Zukunft nicht dem Zufall überlassen wollen.

Schon am Morgen kam die ersten Jugendlichen – oft mit ihren Eltern – in das Berufskolleg für Technik, wo der traditionelle Tag der offenen Tür zugleich als Schulberatungstag stattfand. Rund 50 Aussteller – Betriebe, Innungen und Institutionen aus der Region – verwandelten Flure und Werkstätten in eine lebendige Messe der Möglichkeiten.

Schulleiter Matthias Lohmann blickte zufrieden auf das Geschehen. „Ich sehe hier junge Menschen, die wirklich interessiert an ihrer Zukunft sind“, sagte er zwischen zwei Gesprächen mit Eltern. „Besonders freut uns, wenn die Familien gemeinsam kommen. Dann entstehen die besten Fragen und ein Berater ist direkt mit dabei.“ An vielen Ständen gab es nicht nur Flyer, Kugelschreiber und Co.: Mechatroniker erklärten Schaltkreise, Unternehmen präsentierten ihre Produkte und boten Spiele an.

Der Bedarf an Nachwuchs ist groß. Mehrere hundert Ausbildungsstellen im südlichen Märkischen Kreis seien derzeit unbesetzt, erinnerte Lohmann. Genau hier setze der Tag an – als Brücke zwischen Schule und Wirtschaft.

Landrat Ralf Schwarzkopf im Gespräch mit einem Schüler.
Foto: Clever

Auch Landrat Ralf Schwarzkopf nutzte die Gelegenheit für einen Rundgang. Begleitet von Anja Tadday-Schlichting, Fachdienstleitung Schule, blieb er immer wieder stehen, kam mit Schülern und Betriebsvertretern ins Gespräch. „Man spürt hier Optimismus“, sagte der Landrat. „Die Unternehmen suchen händeringend Fachkräfte, und die jungen Leute suchen Perspektiven. Beides zusammenzubringen, ist unsere Aufgabe.“

 Nur wenige Schritte entfernt öffnete zeitgleich das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg seine Türen. Dort drehte sich alles um Dienstleistungs- und Pflegeberufe. Vor dem Friseursalon herrschte reger Betrieb. „Wir wollen für den Beruf des Friseurs begeistern“, erklärte Sabrina Kosar-La Mendola, während eine Schülerin einer Besucherin kunstvolle Locken stylte. Spiegel wurden zu kleinen Bühnen, auf denen gezeigt wurde, was Kreativität und Handwerk bedeuten können.