Die Windkraftanlage am Standort Schöneberge in Halver soll ab Sommer in Betrieb genommen werden. Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten informierten Bauleiter Salvador Villalpando und Stefanie Flam, Pressesprecherin von SL Naturenergie, bei einer Ortsbesichtigung am Freitag, 6. März.
Eckdaten
Mit einer Höhe von 162 Metern wird das Windrad des Modells Enercon E-175 jährlich rund 14.300 Tonnen CO₂ einsparen. Der erwartete Jahresertrag liegt bei etwa 20 Millionen Kilowattstunden Strom. Rechnerisch können damit rund 7000 Haushalte mit Energie versorgt werden.
Der Turm ist als Hybridturm gebaut: Der untere Teil besteht aus Beton, der obere aus Stahl. Insgesamt setzt sich der Turm aus 33 Betonsegmenten und drei Stahlsektionen zusammen. Jedes der Betonsegmente wiegt etwa 43 Tonnen. Am Fuß hat der Turm einen Durchmesser von neun Metern, an der Spitze sind es vier Meter. Das Fundament der Anlage hat einen Durchmesser von 25 Metern. Stefanie Flam merkt zudem positiv an, dass der Standort sehr gut aufgrund der windanfälligen Lage gewählt sei.
Aktueller Stand
Vor zwei Wochen wurde mit den Turmarbeiten begonnen, berichtet Salvador Villalpando. „Es ist ein bisschen wie Lego bauen", sagt er schmunzelnd. Aktuell ist der Turm rund 30 Meter hoch. Schon in der kommenden Woche sollen die Betonarbeiten abgeschlossen sein. „Im nächsten Schritt werden drei Stahlelemente angebracht, ehe der Generator, das Maschinenhaus, die Nabe und schließlich die Flügel montiert werden", erklärt der Bauleiter im Pressegespräch mit LokalDirekt.
Inbetriebnahme im Sommer
Ein genaues Datum können die Verantwortlichen nicht nennen, da die Arbeiten wetterabhängig sind. „Bei Gewitter, viel Wind und besonderer Kälte kann nicht gearbeitet werden", sagt der Bauleiter. Bis jetzt habe es aber noch keine wetterbedingten Verzögerungen gegeben, berichtet Stefanie Flam weiter. Ab Sommer soll es soweit sein, dass die Anlage in den Betrieb genommen werden kann.
Über SL Naturenergie
Inzwischen umfasst das Portfolio des Unternehmens, das im Jahr 2000 gegründet wurde, rund 180 Windenergie- und Photovoltaikanlagen an mehr als 35 Standorten. „Von Halver aus ist Hagen-Hohenlimburg der nächste Standort, an dem wir eine Windkraftanlage betreiben", berichtet Stefanie Flam. Nach Unternehmensangaben erzeugen diese Anlagen zusammen jährlich etwa 800 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit könnten rechnerisch über 250.000 Haushalte mit Energie versorgt werden. Zudem würden so jährlich mehr als 500.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Das Unternehmen ist im Bereich der erneuerbaren Energien tätig und entwickelt, betreibt und betreut Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie. Ziel sei es, einen Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz zu leisten.








