Damit hatte Daniel Engel nicht gerechnet: 200 Gäste hatte er zur ersten Verkostung seines wiederbelebten „Iserlohner Pilseners“ eingeladen. „Einige brachten ihre Freunde mit, so waren es am Ende wohl gut 350 Leute", ist der 41-Jährige restlos begeistert von der großen Resonanz auf das erste Tasting des neuen/alten Gerstensafts.
„Rund 450 Liter haben wir ausgeschenkt“, schätzt Engel. „Wir hatten zeitweise Angst, dass es nicht reichen könnte.“ Einige Gäste hätten gleich 15 Gläser auf einmal an der Theke bestellt, um sicherzugehen, dass sie nicht zu kurz kommen.
Bis tief in die Nacht gefeiert
Das Treffen im ehemaligen „Haus Gerdes“ an der Düsingstraße in Iserlohn wurde zu einem Stelldichein ehemaliger Brauerei-Beschäftigter und Freunde des „Genießerherben“ aus dem Grüner Tal. „Wir haben bis tief in die Nacht gefeiert“, erzählt Daniel Engel am Tag nach der offiziellen Wiedergeburt des Iserlohner Gerstensafts noch immer etwas „angeschlagen“. Gegen 22 Uhr habe es einen Wechsel beim Publikum gegeben: „Die Älteren sind gegangen, die Jüngeren gekommen. Letztere haben dann bis in den frühen Morgen ausgehalten."
Skurrile Erinnerungsstücke
Das Tasting war auch ein Stelldichein skurriler Mitbringsel. „Einige haben ihre eigenen alten Iserlohner-Pilsener-Gläser mitgebracht. Einer kam sogar in einer Tonne mit Iserlohner-Wappen.“
Ein weiterer Gast brachte ein besonderes Erinnerungsfläschchen mit: „Das ist eine von der letzten Abfüllung. Das Datum 17.10.2014 ist auf der Flasche abgedruckt“, erzählt er im Gespräch mit LokalDirekt. Für Daniel Engel war es ein „total emotionales Event“.
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„Die Leute haben sich bei mir bedankt, einige haben mich sogar dabei umarmt“, erzählt der 41-Jährige. Er sei „ganz perplex“ gewesen, wie gut seine Idee von der Wiederbelebung des „Iserlohner Pilsener“ angekommen sei. Das zeige, wie eng die Iserlohner mit dem Produkt verbunden gewesen seien.
Arndt Böhmer, ehemaliger Gesellschafter der Waldstadt-Brauerei, steuerte einige lustige Fakten zum Programm bei. Für die musikalische Begleitung sorgte DJ „Heimather“.
Vergleich zu damals schwierig
Laut Daniel Engel ist das Pils sehr gut angekommen. „Natürlich war ein Vergleich zu damals schwierig, weil man sich nach so vielen Jahren nicht mehr an den damaligen Geschmack erinnern konnte. Aber das Urteil war durchweg positiv. Das macht uns viel Mut für die Zukunft.“
Wie der Gerstensaft, der nach wie vor aus dem Grüner Tal kommt, tatsächlich schmeckt, davon kann sich die breite Öffentlichkeit Anfang September beim Letmather Brückenfest selbst ein Bild machen.
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