„Wir sind die Bauarbeiter und wir bauen immer weiter!“ – Mit diesem lautstarken Schlachtruf eröffneten rund 100 Kinder am Sonntag, 11. Oktober, den Abschlussgottesdienst der Holzbauwelt im Gemeindezentrum Kreuzkirche in Lüdenscheid.
60 Kisten, 60.000 Holzbausteine
Zwei Tage lang hatten die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren mit großer Begeisterung gebaut. Dafür standen ihnen unglaubliche 60.000 Holzbausteine – verteilt auf 60 Kisten mit jeweils 1000 Steinen – zur Verfügung. Nicht nur der Kirchsaal, sondern auch zwei weitere große Räume verwandelten sich in riesige Baustellen. Es entstanden beeindruckende Türme, Gebäude und fantasievolle Konstruktionen, die zum Beispiel die Stadt Jerusalem darstellen sollten.
Glaube als Fundament
Neben dem Bauen stand auch der Glaube im Mittelpunkt. Die Kinder hörten biblische Geschichten über König Salomo, der einst den Tempel in Jerusalem bauen ließ. Passend dazu begleitete Psalm 127, Verse 1–3, die Veranstaltung. Besonders der Gedanke „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen" verdeutlichte, dass es nicht nur auf Steine und geschickte Hände ankommt, sondern auch auf ein gutes Fundament im Leben.
Im abschließenden Familiengottesdienst am vergangenen Sonntag, konnten die Besucher die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal miterleben. Ruth Erichsen vom Bibellesebund Deutschland hielt eine kindergerechte Predigt zu König Salomon und zwischendurch wurden zahlreiche Lieder gesungen, die mit den Kindern vorher eingeprobt wurden. Eine Videopräsentation mit Bildern zeigte die Kinder beim fleißigen Bauen. Besonders beeindruckend war der Zeitrafferfilm vom Aufbau des größten Turms, der das gemeinsame Werk in wenigen Augenblicken entstehen ließ.
Fotogalerie
Ein spektakulärer Abschluss
Noch während des Gottesdienstes wurden zwei Kinder ausgelost, die den 3,12 Meter hohen Turm in der Kirche unter einem Countdown und großem Applaus zum Einsturz bringen durften. Anschließend hatten Eltern, Geschwister und Gäste Gelegenheit, die Bauwerke aus nächster Nähe zu bestaunen. Den spektakulären Abschluss bildeten schließlich der gemeinsame Einsturz der Holzkonstruktionen und das anschließende Aufräumen.
Die von der Evangelischen Kirchengemeinde „ERlebt“ organisierte Holzbauwelt zeigte eindrucksvoll, wie sich Kreativität, Teamgeist und christlicher Glaube miteinander verbinden lassen. Auch wenn die Türme am Ende einstürzten, bleiben die gemeinsamen Erlebnisse und die Botschaft bestehen: Auf einem guten Fundament lässt sich viel aufbauen.










