CDU und SPD Lüdenscheid haben am Mittwoch, 11. März, das Kooperationspapier vorgestellt, das die Zusammenarbeit beider Ratsfraktionen bis ins Jahr 2030 besiegelt. Es steht unter dem Motto „Mit Mut Lüdenscheids Zukunft gestalten“.
Zur Präsentation hatten Philipp Kallweit, Vorsitzender der SPD Lüdenscheid, Oliver Fröhling, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, Manuel Bunge-Altenberg, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, und Christoph Weiland, Vorsitzender der CDU Lüdenscheid, ins P&C-Gebäude an der Wilhelmstraße eingeladen. So wurde ein Lüdenscheider Lost Place zum Symbol für den Aufbruch, den CDU und SPD in Gang setzen wollen. Abriss, Neubau und Ankauf des Neubaus sollen in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle bei der Stadtentwicklung spielen. Am Konzept, das der Projektentwickler Midstad vor einigen Monaten vorgelegt hat, wollen beide festhalten. Hier sollen Büros, Flächen für den Einzelhandel und Dienstleister sowie eine Eventhalle entstehen.
"Am Ende der Legislaturperiode wird hier etwas stehen"
„Wir kennen zwar keine Zahlen“, sagte CDU-Vorsitzender Christoph Weiland am Mittwochabend. Der Ankauf lasse sich aber durchaus wirtschaftlich darstellen. Eigenmittel der Stadt, gegebenenfalls Aufnahme von Fremdkapital, Einnahmen aus Vermietung, Möglichkeiten zur Abschreibung, Einsparung durch Entmietung von Räumlichkeiten, die die Stadt angemietet habe, gehörten zum Konzept, erklärte er. „Das alles ist günstiger als die Anmietung von Büroflächen für die Verwaltung über 30 Jahre.“ Davon war bei der ersten Vorstellung des Projekts die Rede gewesen. „Dazu kommt: Am Ende haben wir für die Stadt einen Vermögenswert geschaffen.“ Christoph Weiland ist sicher: „Am Ende der Legislaturperiode werden wir hier etwas stehen haben.“ Das sei klarer politischer Wille.
Das Kooperationspapier listet auf 13 Seiten zahlreiche Maßnahmen auf den Handlungsfeldern Stadtentwicklung und Innenstadt, Jugend, Bildung, Sport und Schule, Kultur und Tourismus, Wirtschaft, Arbeit, Gewerbe und Wohnen, Umwelt und Klima, Soziales, Senioren und Demografie, Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung sowie Finanzen und Verwaltung auf.
Philipp Kallweit: "Ein großer Wurf"
„Das Kooperationspapier ist ein großer Wurf“, stellte SPD-Vorsitzender Philipp Kallweit fest. Bereits am Tag nach der Bürgermeister-Stichwahl Ende September 2025 hatten sich CDU und SPD über eine Zusammenarbeit verständigt. Anschließend wurde die Kooperationsvereinbarung in zahlreichen Workshops und Gesprächsrunden erarbeitet. Daran waren auch die Spitzen der Verwaltung beteiligt. Anschließend wurde das Papier den Fraktionen vorgelegt. „Wir waren mit der Aussprache in zwei Stunden durch“, sagte Philipp Kallweit. Er wertete das als Zeichen für starke Übereinstimmung.
Alle Maßnahmen des Reformprogramms werden gemeinsam umgesetzt
Am 18. März wird er die Vereinbarung bei einer SPD-Mitgliederversammlung vorstellen. Am gleichen Abend ist das Papier noch einmal Thema beim CDU-Vorstand. Eins ist klar: Änderungen wird es nicht mehr geben. Und: Alle Maßnahmen des Reformprogramms werden gemeinsam umgesetzt. Im Rat und in den Ausschüssen werden die beiden Fraktionen geschlossen auftreten. Das bedeutet allerdings nicht, dass CDU und SPD außerhalb dieses Handlungsrahmens keine eigenen Positionen mehr vertreten.









