Mit dem bunten Dorfabend feierte das Hülscheider Schützenfest am Montagabend, 10. August, sein Finale. Das abendfüllende Comedyprogramm sorgte erneut bis in die Morgenstunden für ein volles Festzelt. Vorangegangen war ein Kindernachmittag, bei dem auch die jüngsten Gäste auf ihre Kosten kamen.

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Von den Kälbchen bis zu den Oskars

Der bunte Dorfabend fand bereits zum 29. Mal statt. Insgesamt neun verschiedene Comedy-Acts, überwiegend aus den eigenen Reihen der Hülscheider Schützen, dominierten den Abend. Zwischendurch gab es immer wieder Tanzpausen mit DJ License sowie Livemusik von Christian Breddermann und Erkan Besirlioglu.

"Die Kälbchen" von den Jungschützen bildeten nach dem Eröffnungstanz des Königspaares den Auftakt auf der Bühne im Festzelt. Im Anschluss traten "Volker und André Live und in Farbe" auf: Andre Kuzyna und Volker Worobey waren der erste Musikact des Tages und traten mit Gitarre und Gesang vor das Hülscheider Publikum.

Vor der ersten Tanzpause folgten jedoch noch "Die Oskars". Seit ihrer Premiere vor drei Jahren haben sich die Mittzwanziger mit ihren spektakulären Auftritten in den vergangenen Jahren einen Namen erarbeitet. Nach Müllmännern und einer Zirkusshow der vergangenen Jahre waren "Die Oskars" in diesem Jahr sportlich unterwegs: Mit Trampolin und Aerobic stürmten sie durch die Zuschauer hinweg auf die Bühne und boten in diesem Jahr ein Programm wie aus dem Fitnessstudio — inklusive der gewohnt freizügigen Outfits.

Nach einer Unterbrechung, die zahlreiche Gäste auf der Tanzfläche verbrachten, stand "Konnys Bühnengemüse" vor dem Publikum. Die ehemalige Gemüsehändlerin Konny Krause hat zwar ihren Laden im Ortskern geschlossen, tritt jedoch weiterhin mit ihren Freundinnen auf dem Dorfabend auf. In diesem Jahr stand für die Truppe die Frage im Raum, ob sie als "Karnevalsmaus" oder als "Malle-Maus" auftreten sollen: Geschickt kombinierten sie beide Partyhits zu einem Tanz, der sich schließlich von der Bühne auf die Tanzfläche verlagerte.

Bei "Die Wilden der Ersten" schossen die Mitglieder der ersten Kompanie mit verschiedenen Sketchen, Liedern und passenden Shirts gegen die zweite Kompanie. Direkt im Anschluss revanchierte sich die zweite Kompanie jedoch beim "HSDS"-Auftritt.

In einer Persiflage auf die bekannte Fernsehshow spielte die zweite Kompanie mit "Heedfeld sucht den Superstar" einen Wettstreit zwischen der ersten und der zweiten Kompanie nach. Die Mitglieder der "Zweiten" stellten jedoch, an den Oberteilen deutlich erkennbar, beide Teams und auch die Juroren in Form von Conchita Wurst und Heidi Klum. Das Ergebnis war daher vorhersehbar, direkt im Anschluss an beide Shows wurde jedoch die freundschaftliche Rivalität zwischen den beiden Abteilungen des Vereins wieder eingepackt und Mitglieder beider Kompanien lagen sich in den Armen und scherzten über den jeweils anderen Auftritt.

Rückblick auf Wangerooge-Fahrt

Den Abschluss des zweiten Blocks bildeten die Musiker Christian Breddermann und Erkan Besirlioglu. Sie erinnerten an einen Ausflug zum Schützenfest auf Wangerooge, den der Verein vor einigen Jahren gemacht hatte. Beide Musiker hatten die Fahrt begleitet und bereits im Reisebus in Richtung Nordsee für Stimmung gesorgt. Diese Szene stellten sie mit den damals beteiligten, Sabine Hohage, die schon damals an der Gitarre unterstützte und Dirk Kersenbrock als Notenständer, nach.

Tanzeinlage in Feuerwehrkluft

Nach einer weiteren Tanzpause trat der Spielmannszug auf, ehe bei "Schlauch und Schweiß" die Feuerwehr Schalksmühle die Bühne kaperte. Nach einer kurzen Tanzeinlage in knapper Feuerwehruniform und dem Hinweis auf ein erotisches Kalender-Fotoshooting folgte ein Verkleidungswechsel: Als Dachdecker füllten sie den zweiten Teil ihrer Showeinlage, ehe der "Ex-König und die Königsbande" in Affenkostümen die Bühne betraten. Am Ende des Auftritts sang André Trimpop in Anlehnung an Nino de Angelos Beitrag zum Grand Prix 1989 "Ich hab die Zeit nie ganz vergessen, als wir noch im Hofstaat waren". Die Standing Ovations endeten erst, als Trimpop sich spontan zu einer Zugabe hinreißen ließ und mit "Can't help falling in love" das eigentliche Bühnenprogramm schloss.

Party bis in die frühen Morgenstunden

Zum Abschluss kamen noch einmal alle Beteiligten mit auf die Bühne und verabschiedeten sich vom Publikum, ehe die Schützen bis etwa drei Uhr in der Früh das Ende des Schützenfest feierten.

Vorangegangen war am Nachmittag ein Kinderprogramm mit Dosenschießen, XXL-Klemmbausteinen, Entenangeln, Kinderschminken und einer von DJ Dirk Weiland, der den Abend über als Moderator auf der Bühne stand, organisierten Kinderdisco. Zahlreiche Kinder konnten hier zu Liedern wie "Biene Maja" tanzen, unterstützt wurden sie dabei nicht nur von ihren Eltern, sondern auch vom Hofstaat, der auf der Tanzfläche stark vertreten war.

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