In Breckerfeld steht ein seltenes musikalisches Event bevor: Am Samstag, 20. Juni, um 18 Uhr laden der Freundeskreis Kirchenmusik und alle fünf Breckerfelder Chöre zu einem gemeinsamen Konzert in die evangelische Jakobus-Kirche ein.
Ein Konzert mit Seltenheitswert
Der Gospel-Train, der Männergesangsverein MGV Bergeshöh, der Ökumenische Jakobuschor sowie die Posaunenchöre Breckerfeld und Zurstraße gestalten gemeinsam das Programm. „Es ist schon eine Besonderheit, dass alle Breckerfelder Chöre zusammen singen — sowohl vom Klangerlebnis her als auch von der Organisation“, sagt Bürgermeister André Dahlhaus, der zugleich den Vorsitz des Freundeskreises innehat. „Das zeigt den starken Zusammenhalt in unserer Stadt.“
Ein Blick in die Vergangenheit unterstreicht die Besonderheit: Zuletzt standen alle Chöre 2010 gemeinsam auf der Bühne, als das Ruhrgebiet offiziell „Kulturhauptstadt Europas“ war und sich die Stadt Breckerfeld mit einem „Musikalischen Blumenstrauß“ am Projekt „Ruhr.2010“ beteiligte. Ein weiteres Zusammentreffen der Stimmen folgte 2013 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Gospel-Train. Seitdem blieb ein solches Gemeinschaftsprojekt aus — bis jetzt.
Dass es nun wieder gelingt, liegt vor allem am Engagement des Freundeskreises. „Die Bereitschaft, gemeinsam etwas zu machen, ist in allen Chören vorhanden — es muss sich nur jemand finden, der organisatorisch den Hut aufsetzt“, erklärt Ute Slotkowski vom Gospel-Train. Diese Rolle habe nun der Freundeskreis übernommen.
Musik aus allen Ecken der Kirche
Rund 90 Sängerinnen und Sänger sowie Musiker gestalten das Konzert. Jeder Chor präsentiert dabei etwa 15 Minuten lang Stücke aus seinem eigenen Repertoire — und das reicht weit über klassische Kirchenmusik hinaus. Den Höhepunkt bilden zwei gemeinsame Lieder aller Beteiligten. „Dabei verteilen sich die Sängerinnen und Sänger im gesamten Kirchenraum — vorne am Altar, an den Seiten, hinten und oben auf der Empore“, kündigt Friedberg Schulz an, der als erfahrener Chorleiter an der Erstellung des musikalischen Konzepts beteiligt war. „Das wird akustisch sicher ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis.“
Freundeskreis richtet Blick in die Zukunft
Das Konzert stehe zugleich für einen inhaltlichen Wandel im Freundeskreis Kirchenmusik: „Wir waren lange stark auf Kirchenmusik fokussiert“, sagt Pfarrer a. D. Paul-Gerhard Diehl. „Nun überlegen wir, wo unsere Aufgaben künftig liegen und wie wir uns neu aufstellen.“ Ein erstes Projekt in dieser neuen Ausrichtung setzte der Verein bereits erfolgreich um: Ein Kindermusical der Grundschule, das dreimal für ein voll besetztes Martin-Luther-Haus sorgte. „Das hat gezeigt, welches Potenzial in solchen Projekten steckt“, so Diehl.
Eintritt frei – Unterstützung erwünscht
Der Eintritt zum Konzert am 20. Juni ist frei. Am Ende bitten die Veranstalter jedoch um Spenden, um die Arbeit des Freundeskreises Kirchenmusik weiterhin zu ermöglichen. „Wir möchten eine Klammer sein, die die Musik und die Musiker in Breckerfeld zusammenhält“, betont Dahlhaus. „Dafür brauchen wir Unterstützung.“
Nach dem Konzert soll der Abend in geselliger Runde ausklingen: Bei Getränken haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, miteinander und mit den Sängerinnen und Sängern ins Gespräch zu kommen und das musikalische Erlebnis gemeinsam Revue passieren zu lassen.









