Knapp 25.000 Euro benötigt das Blindenwerk Westfalen, um einen Aufzug in Valbert zu reparieren. Dieser ist bereits seit November 2025 defekt — ein Zustand, der deutliche Einschränkungen für die Bewohner bedeutet.
"Durch den defekten Aufzug sind unsere Bewohner in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt", erklärt Aylina Vogt vom Blindenwerk. Zwar gebe es noch einen weiteren Aufzug, dieser befinde sich jedoch weit entfernt von den Werkstätten am Ende eines Wohnbereiches. Gerade für blinde und mehrfach behinderte Bewohner sei diese Strecke, die ein gesunder Mensch problemlos zurücklegt, eine Herausforderung.
Insbesondere zu Beginn und zum Ende der Schicht in der Werkstatt im Untergeschoss werde es eng im Aufzug und es komme zu Wartezeiten, so Vogt weiter: „In Stoßzeiten wartet man manchmal fünfzehn Minuten, bis Platz im Aufzug ist.“ Zudem könnten manche Bewohner aufgrund ihrer Erkrankungen nur alleine Aufzug fahren, auch Essenslieferungen oder Wäsche für die Wohnbereiche laufen nun über dieses eine Nadelöhr.
25.000 Euro Reparaturkosten
Der defekte Aufzug ist mehr als 20 Jahre alt. Ersatzteile sind kaum noch vorhanden und müssen teils extra angefertigt werden. „Dadurch entstehen die extrem hohen Kosten, die wir als gemeinnützige gGmbH nicht stemmen können“, macht Vogt deutlich. Die Reparaturkosten habe der Servicepartner auf rund 25.000 Euro geschätzt. Um diese Summe stemmen zu können, ist das Blindenwerk auf Hilfe angwiesen. Mitarbeiter haben daher eine Spendenkampagne auf der Website "GoFundMe" eingerichtet.
GoFundMe-Kampagne läuft gut an
„Seitdem waren Firmen aus der Region sehr aktiv“, freut sich Vogt über die bisher eingegangenen Spenden. Mit einem Spendenstand von rund 11.135 Euro sind aktuell 46 Prozent des Spendenziels von 24.000 Euro erreicht. Die größten Spenden — je 1000 Euro — stammen dabei vom Autohaus Busenius in Meinerzhagen sowie der Privatperson "Uwe H.". Auch das Siegener Bauunternehmen Otto Quast und der Medizinproduktehersteller Omron haben laut Vogt schon gespendet. Insgesamt sind 133 Spenden im Spendenportal eingegangen.
Die Finanzierung des Gebäudes des Blindenwerkes läuft überwiegend über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. "Solch spontane Sachen sind aber nicht einkalkuliert", so Vogt. Trotzdem merkt sie an: "Sie unterstützen uns in dem Maß, wie sie es können." Das Blindenwerk selbst habe in den vergangenen Jahren deutlich rote Zahlen geschrieben und könne die Reparatur daher nicht aus eigenen Mitteln aufbringen. Daher sei das Blindenwerk aktuell auf Spenden angewiesen.










