„Aufgeben geht nicht“ – Wirtschaft und Verein rücken enger zusammen und senden bei den SGSH Dragons ein klares Signal der Zuversicht.
Es war mehr als ein gewöhnliches Netzwerktreffen – es war ein klares Bekenntnis zur Region, zum Sport und zur Zukunft der SGSH Dragons. Beim Netzwerktreffen am Donnerstag, 23. April, in der Aula des Unternehmens Turck wurde deutlich: Trotz sportlich schwieriger Zeiten steht das Umfeld geschlossen hinter dem Handball-Drittligisten.
Gastgeber und Turck-Geschäftsführer Christian Wolf fand eindringliche Worte. Das international aufgestellte Unternehmen mit 32 Standorten und rund 5.000 Mitarbeitenden – vom Sensor bis zur Cloud – versteht sich als fest verwurzelter Teil der Region. „Wir engagieren uns wegen der Verbundenheit zum Ort“, betonte Wolf. Dieses Engagement zeige sich in jedem Ort anders. So engagiert sich Turck nicht nur im Handball, sondern ebenso im Fußball, Baseball sowie in sozialen, kulturellen und Bildungsprojekten.
Für Wolf ist die Verbindung zu den Dragons auch eine persönliche Geschichte: Über den Handball fand er einst den Weg nach Halver – und schließlich zu Turck, wo er heute auf 29 Jahre Betriebszugehörigkeit zurückblickt. Entsprechend emotional fiel sein Appell aus: „Die SGSH ist mehr als ein Tabellenplatz.“ Mit Blick auf den drohenden Abstieg aus der 3. Liga unterstrich er kämpferisch: „Es geht darum, einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.“
Sein Ziel formulierte Wolf klar: Die Halle – die „Hütte“ – müsse wieder voll werden. Die Region habe das wirtschaftliche Potenzial, dauerhaft Drittliga-Handball zu tragen. Als Hauptsponsor und Beiratsmitglied kündigte er an, „nicht vom Gas zu gehen“ und gab ein unmissverständliches Bekenntnis zum Verein ab. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, die Netzwerktreffen künftig drei- bis viermal jährlich stattfinden zu lassen, um die Kräfte noch besser zu bündeln.
Auch Vereinsvorsitzender Jan Schriever griff den Gedanken der Geschlossenheit auf. „Wir müssen aus der Krise lernen und stärker zurückkommen“, sagte er – und verwies zugleich auf die beeindruckende Entwicklung abseits der ersten Mannschaft. Mehr als 400 Mitglieder zählt der Verein inzwischen, getragen von einer starken Jugendarbeit. Allein an den Feriencamps nehmen regelmäßig 80 bis 100 Kinder teil – ein klares Zeichen für die nachhaltige Basisarbeit der Dragons.
„Da werden wir die Halle wieder richtig vollkriegen“
Geschäftsführer Rick Behnke-Schoos machte deutlich, dass Aufgeben keine Option ist: „Aufgeben geht nicht.“ Eine von Verletzungen geprägte Saison habe dem Team zugesetzt, doch der Blick richte sich nach vorn. Sollte der Gang in die 4. Liga Realität werden, wartet mit Derbys – etwa gegen Volmetal – neues sportliches Feuer. „Da werden wir die Halle wieder richtig vollkriegen“, zeigte er sich überzeugt.
Schriever erinnerte zudem an die wirtschaftlich herausfordernden Zeiten für viele Unternehmen. Gerade deshalb sei das Netzwerk rund um die Dragons so wertvoll. Der Nutzen liege nicht allein im direkten Geschäft, sondern vor allem im Austausch, in Kooperationen und in der gemeinsamen Stärke einer Region, die zusammenhält.







