Rund 550.000 Euro stehen auf der Kostenübersicht der Bauprojekte der Stadt Kierspe. Die Baumaßnahmen fanden überwiegend in den Sommerferien statt, vereinzelte Projekte begannen jedoch eher oder benötigen mehr als die sechs Ferienwochen. Ein Großteil der Gelder floss in die Gesamtschule.
420.000 Euro stehen unter dem Strich bei der Liste der Gesamtschule. Angesichts der aktuellen Haushaltslage Kierspes, aber auch vieler anderer Kommunen eine hohe, aber notwendige Zahl. Einige der Renovierungen ersetzen Teile der Schule, die seit dem Bau in den Jahren 1968/1969 nicht verändert wurden, erklärt Sebastian Trambacz. Als stellvertretender Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement kann er einen umfassenden Einblick in die erfolgten Bauarbeiten geben. "Wie immer steht die Gesamtschule im Mittelpunkt unserer Baumaßnahmen in den Sommerferien", sagt Trambacz mit einem Lächeln im Gesicht.
Einige der Bauarbeiten sind von außen gut sichtbar, manche fallen erst auf, wenn man schon fast auf ihnen draufsteht – oder sind für Schüler und Besucher gar nicht zu sehen, aber trotzdem für den Betrieb des Gebäudes wichtig. Am auffälligsten ist vermutlich die neue Fassade an den Türmen B und C sowie am pädagogischen Zentrum. Moderne, gedämmte Blechpaneele dominieren nun das Bild der Schule.
Bei den Türmen war eine Überarbeitung der Fassade unumgänglich. "Hier sind vor Jahren neue Fassadenplatten dran gekommen, aber die Unterkonstruktion ist verfault", machte Trambacz den Handlungsbedarf deutlich. Nun sind die Fassadenplatten auf Aluminiumprofilen befestigt und die Fassade ist "zukunftssicher".
210.000 Euro für Pädagogisches Zentrum
Auch das Pädagogische Zentrum (PZ) ist von außen mit neuen Fassenelementen verkleidet. Das überwiegende Grau soll jedoch noch weichen: In einer Projektwoche nach den Sommerferien sind die Schüler aufgerufen, ihre Ideen für die Gestaltung der Außenfassade einzubringen.
Ebenso hat sich im Inneren des PZ einiges getan: 110.000 Euro wurden in neue sanitäre Anlagen investiert, zudem wurden auch die Künstlerumkleiden auf den Stand der Zeit gebracht. Diese werden in Zukunft häufiger gebraucht, denn aufgrund der renovierungsbedingten, mehrjährigen Schließung der Stadthalle Meinerzhagen finden zahlreiche Veranstaltung, unter anderem vom Verein für Kommunikation und Kultur (KuK), nun in Kierspe statt.
Die Toilettenanlage, so schätzt Trambacz, werde erst in der Woche nach dem Ferienende fertig. Da diese jedoch überwiegend für Veranstaltungen vorgesehen sind, führe dies zu keinen Einschränkungen im Schulbetrieb. Ohnehin spricht Trambacz ein großes Lob an die Handwerker aus, die in wenigen Wochen eine beinahe 60 Jahre alte Toilettenanlage kernsarniert haben.
Heimische Handwerker tätig
Die nach einer Ausschreibung beauftragten Handwerker kamen allesamt aus der Region, überwiegend sogar aus Kierspe. Elektro Gallo, Gesa-Sanitär, Sokolowski-Bedachung und Maler Kiesewetter kommen direkt aus Kierspe, Tiefbau Falz aus Meinerzhagen und Slawik Innenausbau aus Wipperführt.
Auch das Kiersper Unternehmen Fußboden Brück war in der Gesamtschule im Einsatz. In mehreren Musikräumen und in den Fluren der Ebene eins haben die Mitarbeiter den Boden erneuert. Während in den Musikräumen ein Vinylboden ausgerollt und verschweißt wurde, ist in den Fluren auf ein spezielles Gießharz zurückgegriffen worden. Besonderer Clou: Im grauen Boden selbst sind immer wieder Sprengsel der Logofarben blau und grün zu finden, das Logo selbst wurde im Flur mit rund zwei Metern Durchmesser auf dem Boden aufgebracht.
Da der gegossene Boden mit einer besonderen Schutzschicht versiegelt wurde, kann diese später bei Bedarf abgeschliffen und ersetzt werden, ohne den gesamte Boden austauschen zu müssen. "Das hält bis ich in Rente bin", zeigt sich Trambacz zuversichtlich. Neben weiteren Maler- und Elektrikarbeiten wurde zudem – für die Schüler kaum sichtbar – die Steuerung der Lüftungsanlage erneuert. Zudem sind neue Heizkörper im A-Turm verbaut worden.
Bismarck- und Pestalozzischule mit deutlich weniger Investitionen
Die Liste der Arbeiten in den anderen Schulen ist deutlich kürzer: In der Bismarckschule wurden für rund 30.000 Euro neue Bodenbeläge und Malerarbeiten an zwei Klassenräumen durchgeführt, bereits in den Osterferien zudem die Elektrik erneuert.
An der Pestalozzischule hingegen sind auch von außen deutliche Änderungen sichtbar: Nach der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des offenen Ganztages vor wenigen Monaten konnte der alte Gebäudekomplex abgerissen werden. Zudem mussten an der Fassade arbeiten durchgeführt werden, da dort Feuchtigkeit eindrang.









