In zahlreichen Kommunen des Märkischen Kreises, allen voran im Volmetal, ist aktuell ein Brandgeruch wahrnehmbar. Der Grund dafür liegt vermutlich (Stand: Freitag, 14. August, 13.56 Uhr) außerhalb des Märkischen Kreises.
Rauch in Kierspe sichtbar
Besonders deutlich sichtbar ist das Phänomen derzeit in Kierspe. "Die Stadt liegt unter einer Dunstglocke aus Rauch. Es ist so richtig bläulich und riecht verbrannt", schildert Christian Schwanke. Der Pressesprecher der Feuerwehr Kierspe wurde mit seinen Kameraden zu einem mutmaßlichen Brand gerufen. Gefunden haben die Einsatzkräfte in Kierspe jedoch glücklicherweise nichts. "Wir vermuten, auch nach Rücksprache mit der Leitstelle, dass es aus Düren kommt", sucht der Fachmann eine Erklärung.
Meterologen wollen sich nicht festlegen
Ganz so deutlich möchte man sich beim Märkischen Kreis als Träger der Leitstelle nicht festlegen. Kreis-Pressesprecher Alexander Bange erklärt: "Wir haben aktuell vermehrt Anrufe in der Leitstelle aufgrund von Brandgeruch. Vermutlich kommt es aus anderen Kreisen." Er schränkt jedoch ein: "Es gibt momentan wechselnde Winde, ob das aus dem Kreis Düren oder von woanders kommt, konnten auch die Meterologen, mit denen wir in Kontakt sind, nicht genau sagen."
Bange betont die Erfahrungen aus den Waldbränden in den vergangenen Jahren: "Wir sind vorbereitet und einsatzbereit. Es hat auch schon eine Anfrage der Bezirksregierung Arnsberg gegeben, ob wir überörtliche Kräfte zur Verfügung stellen können." Dabei handele es sich jedoch lediglich um eine Vorab-Anfrage, bisher müssten die Einsatzkräfte aus dem Kreisgebiet noch nicht in anderen Regionen unterstützen.
Notrufnummern freihalten
Er bittet die Bevölkerung jedoch, aufgrund des latenten Brandgeruchs nicht den Notruf 112 zu wählen, da die Kollegen aus der Leitstelle ohnehin viel zu tun hätten. "Anders ist es selbstverständlich, wenn zu dem Brandgeruch auch eine Rauchsäule oder Flammenschein zu sehen ist." In diesem Fall sei es für die Einsatzkräfte wichtig, möglichst frühzeitig alarmiert zu werden.
Waldbrand in Lüdenscheid
So etwa in Lüdenscheid. Nahe der Autobahnraststätte Sauerland-West haben rund 30 bis 40 Quadratmeter Wald gebrannt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lüdenscheid konnten das Feuer jedoch mit drei Strahlrohren und zwei Löschrucksacken schnell bekämpfen.
Wehr-Sprecher Jörg Weber berichtet, dass auch bei der Lüdenscheider Wehr mehrere Anrufe wegen des Geruchs eingeangen sind. Auch die Feuerwehren aus Altena und Schalksmühle zum Beispiel bitten auf ihren Social Media Kanälen darum, den Notruf freizuhalten.
Aktuell mehrere Waldbrände pro Tag im Märkischen Kreis
Neben dem bereits gelöschten Waldbrand in Lüdenscheid kann Alexander Bange von zwei weiteren Einsätzen im Märkischen Kreis berichten, bei denen die Feuerwehr aktuell gegen Flächenbrände angehen muss. Sowohl in Hemer als auch in Iserlohn nahe der Stadtgrenze zum Nachrodt-Wiblingwerder Ortsteil Veserde sind die Brandbekämpfer im Einsatz. An der Stelle haben vor einigen Wochen bereits rund 10.000 Quadratmeter Wald in Flammen gestanden.









