Ennepetal. Die Stadt Ennepetal wagt ein Experiment gegen überquellende Müllkörbe: Seit Mitte Juli stehen an sechs belebten Orten im Stadtgebiet sogenannte „BigBelly“-Abfallbehälter. Drei Monate lang sollen die technisch aufgerüsteten Mülleimer beweisen, ob sie den Alltag der Stadtreinigung erleichtern können.

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Solarpresse spart Platz und Fahrten

Anders als klassische Papierkörbe pressen die neuen Behälter den Abfall mit einer solarbetriebenen Presse automatisch zusammen. „Dadurch können die Behälter mehr Abfall aufnehmen als herkömmliche Papierkörbe und und der Betriebshof muss seltener ausrücken, um zu leeren“, erklärt die Ennepetaler Stadtverwaltung. Ein eingebautes Sensorsystem meldet zudem laufend den Füllstand, sodass Leerungen bedarfsgerecht geplant werden können. Das spare Fahrten und mache die Reinigung effizienter.

Sechs Standorte mit viel Publikumsverkehr

Für den Test hat die Stadt gezielt Orte ausgewählt, an denen viele Menschen unterwegs sind oder besonders viel Abfall anfällt. Die "BigBelly"-Behälter stehen ab sofort:

  • am Kirmesplatz Voerde (Bankgruppe)
  • An der Kirche (Voerder Zöhnchen am Brunnen)
  • auf dem Parkplatz Hülsenbecker Tal (Zugangsbereich)
  • vor dem "Rossmann" an der Voerder Straße in Milspe
  • auf dem Marktplatz Milspe (Fontänenfeld)
  • auf dem Sparkassenvorplatz in Milspe

Testphase entscheidet über Zukunft im Stadtgebiet

In den kommenden drei Monaten prüft die Stadtverwaltung genau, wie gut die Behälter ihre Kapazität ausnutzen, ob die Technik zuverlässig funktioniert und wie hoch der Aufwand für Wartung und Leerung tatsächlich ausfällt. Erst danach soll die Entscheidung fallen, ob die intelligenten Mülleimer dauerhaft in Ennepetal zum Einsatz kommen.