Chancengleichheit für Vereine aus dem Volmetal fordern die Kiersper Grünen. Sie sollen bei den Gebühren für die Nutzung städtischer Anlagen heimischen Vereinen gleichgestellt werden. Das ist Ziel eines Antrages der Kiersper Grünen an den Hauptausschuss und den Rat der Stadt Kierspe.

Überregionale Nachrichten

Darin heißt es: „Die bisherige 50-prozentige Ermäßigung für Vereine aus Kierspe wird dahingehend erweitert, dass auch Vereine aus den umliegenden Volmestädten Meinerzhagen, Halver und Schalksmühle von dieser Regelung profitieren können.“ Zudem soll in der Benutzungs- und Entgeltordnung der Passus gestrichen werden, „wonach bei bewirtschafteten Veranstaltungen die doppelte Benutzergebühr erhoben wird." Das Ziel: Vereine aus Nachbarkommunen im Volmetal sollen städtische Immobilien zu gleichen Konditionen wie Kiersper Vereine nutzen können.

„Wenn die Kommunen zusammenarbeiten und von Veranstaltungen benachbarter Vereine profitieren, sollten sie auch wie heimische Vereine behandelt werden“, begründet Detlef Jungmann, Fraktionssprecher der Kiersper Grünen, den Antrag. Er verweist dabei auf Veranstaltungen etwa des KUK-Vereins im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule oder das „Made for Metalheads“-Festival, das im September 2025 statt in Meinerzhagen erstmals erfolgreich in Kierspe über die Bühne gegangen sei.

„Aufgrund der geringen Größe der einzelnen Gemeinden ist es zielführend, Veranstaltungsorte in allen Volmestädten gleichermaßen zu nutzen“, heißt es dazu im Antrag. Zudem wenden sich die Grünen gegen die Gebührenverdopplung bei bewirtschafteten Veranstaltungen. Begründung: „Eine Bewirtschaftung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass ein Gewinn erzielt wird. Gerade bei gemeinnützigen Vereinen ist sie oft notwendig, um die erheblichen Ausgaben – etwa für Technik, Gagen oder Organisation – zu decken. Die pauschale Verdopplung der Gebühren stellt daher eine unnötige Belastung dar und gefährdet die Durchführung von kulturell, gesellschaftlich und ehrenamtlich wertvollen Veranstaltungen in Kierspe.“

Die Anpassungen böten weitere Vorteile, wie:

  • Förderung des überregionalen Interesses an Veranstaltungen durch den Austausch der Vereine,
  • Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit der Volmestädte mit möglichen Synergieeffekten,
  • Abbau unnötiger Hürden für gemeinnützige Vereine,
  • Anerkennung, dass Vereinsmitglieder nicht ausschließlich aus einer einzigen Kommune stammen, sondern oft aus dem gesamten Volmetal.

Jungmann sieht gute Chancen, dass der Antrag „durchgeht“. Er erhofft sich zudem, dass die Volme-Kommunen dem Beispiel folgen und benachbarten Vereinen ebenfalls gleiche Konditionen bieten.