Zum Tag des Handwerks am Samstag, 19. September, hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt einen Blick auf Zahlen und Fakten rund um das Thema Handwerk geworfen.
Kreis Borken hat die höchste Handwerksdichte
Im Jahr 2024 gab es in NRW rund 109.000 Handwerksunternehmen mit etwa 1,28 Millionen tätigen Personen. Damit machten Handwerksbetriebe rund 15 Prozent aller Unternehmen in Nordrhein-Westfalen aus. Besonders stark vertreten war das Handwerk im Kreis Borken: Dort kamen 835 Handwerksunternehmen auf 100.000 Einwohner. Landesweit lag der Durchschnitt bei 605 Unternehmen je 100.000 Einwohner.
Die Zahlen stammen aus der Handwerkszählung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW). Kleinstbetriebe ohne steuerbare Umsätze und Beschäftigte im Jahr 2024 fließen in die Statistik nicht ein.
Friseure vor Elektrotechnik und Heizungsbau
Beim Blick auf die einzelnen Gewerbe liegt das Friseurhandwerk an der Spitze. 11.371 Handwerksunternehmen waren 2024 in NRW im Friseurwesen tätig. Das entspricht rund zehn Prozent aller Handwerksunternehmen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Bereiche Elektrotechnik mit 8327 Unternehmen sowie Installation und Heizungsbau mit 8262 Betrieben.
75.000 junge Menschen lernen Handwerksberuf
Auch beim Nachwuchs spielt das Handwerk eine wichtige Rolle. Ende 2025 absolvierten rund 75.000 Menschen in NRW und damit 28 Prozent aller Auszubildenden im dualen System eine handwerkliche Ausbildung. Die meisten Azubis gab es in den Berufen „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in”, „Elektroniker/-in” und „Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik”.
910 Euro im ersten Lehrjahr
Bei der Ausbildungsvergütung gibt es allerdings Unterschiede. Handwerks-Azubis erhielten 2025 im ersten Lehrjahr durchschnittlich 910 Euro im Monat. Der Durchschnitt aller Auszubildenden im dualen System lag bei 1040 Euro.
Am niedrigsten fiel die durchschnittliche Vergütung im Friseurhandwerk mit 710 Euro aus. In Berufen wie Zimmerer und Maurer kamen die Auszubildenden dagegen auf durchschnittlich 1080 Euro.
Mehr als die Hälfte bleibt am Wohnort
Für die Ausbildung müssen viele junge Menschen zudem nicht weit pendeln. 56,2 Prozent der Handwerks-Azubis begannen ihre Ausbildung 2025 in der Gemeinde, in der sie bei Vertragsabschluss wohnten. Wer für die Ausbildung Gemeindegrenzen überschritt, legte im Durchschnitt 21,4 Kilometer zwischen Wohnort und Ausbildungsort zurück.









