Weltweit gibt es jedes Jahr unzählige besondere Aktionstage und Gedenktage. Einige sind lustig bis skurril, andere haben einen ernsten und sinnvollen Hintergrund und manche wiederum sollen an Themen erinnern, die im Alltag oft untergehen. LokalDirekt möchte mit der Serie "Kalenderblatt kurios" mal zum Schmunzeln anregen, mal Denkanstöße geben.
Heute wird es lecker: Am 18. September dreht sich alles um einen Klassiker, bei dem sich die Frage „Mit oder ohne Käse?“ eigentlich gar nicht mehr stellt. Es ist der Nationale Tag des Cheeseburgers.
Vom Hamburger zum Cheeseburger
Ob selbst gemacht, vom Imbiss oder aus dem Fast-Food-Restaurant: Der Burger gehört längst zum kulinarischen Alltag. Doch bevor der Käse seinen festen Platz auf dem Patty bekam, musste zunächst einmal der Hamburger seinen Weg gehen.
Der Name „Hamburger“ soll aller Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich mit der Stadt Hamburg zusammenhängen. Dort waren bereits seit dem 17. Jahrhundert Frikadellen beziehungsweise Buletten aus gewürztem Hackfleisch bekannt. Mit deutschen Auswanderern gelangte das Gericht schließlich auch in die Vereinigten Staaten.
Wer genau auf die Idee kam, das Hackfleisch zwischen zwei Brötchenhälften zu legen, lässt sich heute nicht mehr eindeutig klären. Als mögliche Erfinder werden unter anderem Charlie Nagreen, Louis Lassen und Fletcher Davis genannt. Sicher ist allerdings: Der Hamburger entwickelte sich in den USA schnell zu einem beliebten Klassiker.
Und weil ein „Hamburger“ sprachlich auch mit „ham“, also Schinken, verwechselt werden kann, setzte sich irgendwann die kürzere Bezeichnung „Burger“ durch. Praktisch – und deutlich weniger verwirrend, wenn gerade kein Schinken in Sicht ist.
Dann kam der Käse
Der Cheeseburger soll in den 1920er Jahren entstanden sein. Eine häufig erzählte Geschichte führt nach Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien. Dort soll Lionel Sternberger im Restaurant seines Vaters, dem „The Rite Spot“, einen Hamburger mit einer Scheibe Käse belegt haben – zunächst wohl eher aus einem Versuch heraus.
Ob Sternberger tatsächlich der erste Cheeseburger-Erfinder war, ist allerdings nicht zweifelsfrei belegt. Auch andere Restaurants beanspruchten später die Erfindung für sich. Ein früher schriftlicher Nachweis findet sich auf einer Speisekarte des Restaurants O'Dell's in Los Angeles aus dem Jahr 1928.
1935 wurden schließlich Louis Ballast die Markenrechte am Namen „Cheeseburger“ zugesprochen. Der Burger mit Käse hatte damit nicht nur seinen festen Platz auf den Speisekarten, sondern auch einen Namen mit offizieller Absicherung.
Käse, Fleisch und ziemlich viele Möglichkeiten
Was genau auf einem Cheeseburger landet, ist heute längst eine Frage des persönlichen Geschmacks. Klassischerweise besteht er aus einem Rindfleisch-Patty, einer Scheibe Käse und einem Brötchen. Dazu kommen je nach Vorliebe Salat, Tomaten, Zwiebeln, Essiggurken oder Speck.
Beim Käse reicht die Auswahl von Cheddar und amerikanischem Käse bis hin zu Schweizer Käse oder Schmelzkäse. Wer es etwas ausgefallener mag, kann außerdem Pilze, Avocado, Guacamole, Käsesauce oder Chili auf dem Burger unterbringen. Bekannte Vertreter aus der Welt der Fast-Food-Ketten sind beispielsweise der Big Mac von McDonald's oder der Big King von Burger King.










