50 Jahre nach ihrem Abschluss an der Realschule kehrten am Samstag, 2. Mai, 18 Männer und Frauen an ihre alte Schule zurück.

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1976 wurden sie von der Realschule ins Ausbildungs- und Berufsleben entlassen: 29 Schüler, die während ihrer gemeinsamen Schulzeit einen guten Zusammenhalt gefunden hatten. Mittlerweile leben vier von ihnen nicht mehr, zwei sind nach Kanada und auf die Philippinen ausgewandert, doch zu diesem besonderen Anlass fanden sich noch 18 Ehemalige, um sich zunächst vom aktuellen Schulleiter Oliver Held die Geschwister-Scholl-Realschule zeigen zu lassen. Aus den Tiefen des Archivs förderte Held sogar das letzte Klassenbuch der 10c zutage und überließ den Ehemaligen das Buch, um darin zu schmökern.

Das Wiedererkennen fiel nicht schwer, trafen sie sich doch bis 2016 im Fünf-Jahres-Rhythmus. Seitdem wurden die Zeitabschnitte sogar noch kürzer. Da man die fröhlichen Zusammenkünfte sehr zu schätzen weiß und das Leben nicht planbar ist, einigten die ehemaligen Klassenkameraden sich auf jährliche Treffen. „Es gibt immer noch etwas zu erzählen und ist nie langweilig“, ist die einhellige Meinung.

Da viele in Plettenberg geblieben sind oder sich in nicht weit entfernten Städte und Umgebungen wie Köln, Bergisch-Gladbach, Dortmund und Hagen niedergelassen haben, sind die Verabredungen nicht allzu schwierig. Selbst der „Kanadier“ weiß immer noch die tolle Gemeinschaft zu schätzen, hatte vor drei Jahren für eine Privatfeier das Bürgerhaus Pasel angemietet und alle ehemaligen Klassenkameraden dazu eingeladen.

Klassenlehrer Gerd Komp (88) feiert mit

Ein Planwagen wartete im Anschluss an die Besichtigung der Schule, um fröhliche Fahrt aufzunehmen Richtung Hilfringhausen, wo zwei weitere Klassenkameraden und auch der 88-jährige Ex-Klassenlehrer Gerd Komp warteten. Eine Planwagenfahrt, die sich auf dem schmalen Waldweg plötzlich unerwarteten Hindernissen gegenüber sah. Bäume lagen quer über dem schmalen Fahrweg, kein Durchkommen möglich. Mit viel Fingerspitzengefühl wendete der Kutscher den Planwagen und weiter ging es auf anderen Pfaden dem Zielort entgegen. Rosel Lückel, eine der Organisatoren, erzählte augenzwinkernd: „Normal kann jeder, es war richtig abenteuerlich.“

Die Klassenkameraden feierten das 50. Jubiläum ihres Schulabschlusses in Hilfringhausen. Dazu kam auch ihr Klassenlehrer Gerd Komb.
Foto: privat

Am Treffpunkt angekommen, wurde ausgelassen wie früher gefeiert, nur die Heimkehr wurde deutlich früher angetreten als vor 50 Jahren. Zur Erinnerung gab es Pinne mit Gravur zum 50. Jubiläum des Schulabschlusses. Dazu gehörte natürlich zeitgemäß „Appelkorn“ als In-Getränk der 1970er Jahre. Rosel Lückel hatte zudem ein Quiz vorbereitet mit Fragen zu den herausragenden Geschehnissen, zur Musik, Mode, Politik und den typischen Getränken dieser Zeit.