Nach Jahren der Planung schien der Kreisverkehr am Heedfelder Ortseingang auf der Zielgeraden. Doch jetzt stellte die CDU die bisherige Planung infrage und sorgte damit im Bau- und Planungsausschuss am Montag, 22. Juni, für eine kontroverse Diskussion.
Eigentlich sollte der Ausschuss am Montag lediglich über die sogenannte Kreuzungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und Straßen.NRW beraten. Diese regelt die Aufgaben- und Kostenverteilung beim Bau des Kreisverkehrs und gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Projekts.
Antrag der CDU stieß auf Unverständnis
Erst im Rahmen der Sitzung brachte die CDU Schalksmühle, vertreten durch Michael Schwalm und Olaf Müller, den Vorschlag ein, die bisherigen Planungen zu überarbeiten. Nach ihrer Vorstellung soll der Kreisverkehr leicht versetzt werden, um das Altdorf Heedfeld künftig über einen vierten Abzweig direkt an den Kreisverkehr anzubinden.
Damit stellten die Christdemokraten die bisherige Planung infrage, die bereits vom Gemeinderat beschlossen und mit Straßen.NRW abgestimmt worden war. In der aktuellen Variante erhält der Kreisverkehr drei Zufahrten: in beide Richtungen der Heedfelder Straße sowie zur Sterbecker Straße. Das Altdorf Heedfeld soll weiterhin über eine separate Einmündung erschlossen werden.
"Der Antrag sollte nicht vertagt, sondern direkt abgelehnt werden"
Der Vorstoß der CDU stieß bei den übrigen Fraktionen auf deutliche Kritik. Sabine Welte (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte sich überrascht und sprach sich dafür aus, die Entscheidung zunächst zu verschieben. Lutz Schäfer (SPD) kritisierte, dass damit eine jahrelange Diskussion praktisch auf Anfang zurückgesetzt würde.
Noch deutlicher wurde Ortwin Schmidt (UWG). Statt den Antrag zu vertagen, sollte dieser seiner Ansicht nach direkt abgelehnt werden. Am Ende fand der CDU-Vorstoß keine Zustimmung und wurde mehrheitlich abgelehnt.
Mit der Ablehnung des CDU-Antrags bleibt die bisherige Planung bestehen. Bis die Bauarbeiten tatsächlich beginnen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.
Baubeginn noch nicht absehbar
Die lange Vorlaufzeit hat Gründe. So musste zunächst das Haus an der Heedfelder Straße 6 an den Baulastträger verkauft und die Bäume auf der gegenüberliegenden Seite gefällt werden. Ein Baubeginn, so erklärte der Ausschussvorsitzende Klaus Nelius (UWG), ist nach wie vor nicht abzusehen. Dennoch sollen nun die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projekts eingeleitet werden. Dazu gehört auch die Frage, wer für die Begrünung und Pflege des Kreisverkehrs verantwortlich sein wird - Straßen.NRW oder die Gemeinde selbst.
Eigenanteil der Kosten für die Gemeinde bei unter 30.000 Euro
Den Großteil der Kosten für den Bau des Kreisverkehrs, so führte Fachbereichsleiter Alexander Gundlach aus, wird von Straßen.NRW übernommen. Somit würde sich der Eigenanteil der Gemeinde auf einen Betrag von "deutlich unter 30.000 Euro" belaufen. Der finale Anteil könne jedoch erst beziffert werden, wenn die aktuell noch offenen Fragen geklärt seien.
Kreisel soll durch Bauhof der Gemeinde bepflanzt werden
Anschließend beschäftigte sich der Ausschuss noch mit der Gestaltung der Mittelinsel. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde eine ortsübliche Bepflanzung durch den Bauhof umsetzen soll.
Die Entscheidung über die konkrete Gestaltung soll zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden.











