Die geplante Gewerbefläche südlich von Oeckinghausen stößt auf Kritik. In einem Leserbrief warnt Klaus Brunsmeier, Vertreter der Naturschutzverbände im Regionalrat Arnsberg, vor weiterem Flächenverbrauch angesichts des Klimawandels und rückläufiger Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahlen. Statt neuer Baugebiete sollte die Stadt Halver nach seiner Ansicht lieber in Bildung, Betreuung und bestehende Strukturen investieren.
Der Leserbrief im Wortlaut:
„Erst letztes Jahr wurde der neue Regionalplan MK/OE/SI einstimmig vom Regionalrat Arnsberg mit Entwicklungsperspektiven in allen Kommunen für die nächsten 15 Jahre verabschiedet. Noch ist die Tinte unter der Genehmigung durch die Landesplanung nicht ganz trocken, da werden schon wieder weitere neue Bauflächen „auf der grünen Wiese“ ins Gespräch gebracht.
Dabei müsste angesichts von Hitze, Dürre, Bränden, trockenen Bächen, Flüssen mit extremen Niedrigwasser und immer häufigeren und heftigeren Überflutungen sowie dem deutlichen Rückgang bei den Beschäftigten und einer zurückgehenden alternden Bevölkerung die Ausweisung neuer Bauflächen dringend beendet werden.“
Auch wenn die Politik noch damit ringt, die Prognosen der Klimaforscher oder die Zahlen der Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung zu akzeptieren und die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen umzusetzen, wenn eine Kommune schon mit Neuverschuldung investieren möchte, dann doch bitte in Schule, Bildung, Betreuung und Innovation in den bestehenden Strukturen.
Ansonsten würde die junge Generation gleich zweimal bestraft, umgehend mit Zins und Tilgung für die neuen Schulden und später mit den Unterhaltungskosten einer Infrastruktur, die Niemand mehr braucht.“
Seinem Leserbrief beigefügt hat Klaus Brunsmeier zwei Links zur aktuellen Bevölkerungs- und Haushaltsstatistik mit der NRW-Hochrechnung von IT.NRW als Statistischem Landesamt:
- Bevölkerungsvorausberechnung für NRW 2024 bis 2050/2070
- Haushaltsmodellrechnung für NRW 2024 bis 2050/70
Für den Inhalt des Leserbriefs ist ausschließlich der jeweilige Verfasser verantwortlich.
Der Leserbrief bezieht sich auf folgenden LokalDirekt-Artikel vom 6. Oktober 2026:







