Weniger Sexual- und Raubdelikte, dafür mehr Straßenkriminalität und Diebstähle: Trotz leicht schwankender Zahlen bleibt die polizeiliche Kriminalstatistik in Halver im Vergleich zum Vorjahr insgesamt auf einem ähnlichen Niveau. Das zeigen die Zahlen, die die Polizei am Montag, 2. März, veröffentlicht hat.
Im Jahr 2025 verzeichnete die Polizei insgesamt 706 Straftaten, im Vorjahr waren es 691 Fälle – ein Anstieg von 2,17 Prozent in der Stadt mit knapp 17.000 Einwohnern. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote: Sie lag nun bei 56,23 Prozent, nach 53,69 Prozent im Jahr 2024.
Deutlich weniger Sexualdelikte, dafür mehr Vergewaltigungen
Die Entwicklung ist insgesamt positiv: Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Sexualdelikte um 40 Prozent. Nach 25 Fällen im Jahr 2024 wurden 2025 nur noch 15 Delikte registriert — ein Rückgang um zehn Fälle. Besonders deutlich ging die Zahl der verbreiteten pornografischen Schriften zurück: Von 22 Fällen im Jahr 2024 auf nur noch neun im Jahr 2025.
Weniger erfreulich ist die Statistik der Vergewaltigungen: Mit einem Anstieg von 200 Prozent gab es 2025 zwei Fälle mehr als im Vorjahr (2025: drei Fälle, 2024: ein Fall). Hinzu kommt ein Fall von sexuellem Missbrauch eines Kindes. Alle Fälle wurden von der Polizei aufgeklärt.
Kein Raubdelikt und weniger Körperverletzungen
Im vergangenen Jahr wurde kein Raubdelikt registriert — im Vorjahr verzeichnete die Statistik noch zwei Fälle. Auch die Zahl der Körperverletzungen ging zurück: Von 95 Fällen im Jahr 2024 sank sie auf 87 im vergangenen Jahr.
85 Prozent weniger Rauschgiftdelikte
Während es 2024 noch 20 Rauschgiftdelikte gab, verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr lediglich drei Fälle. Unter einem Rauschgiftdelikt versteht die Polizei in der Regel Verstöße gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetz. Sie umfassen Handlungen wie den illegalen Handel, Schmuggel, Herstellung, Anbau und den unerlaubten Besitz von Betäubungsmitteln.
Deutlich mehr Diebstähle
Besonders auffällig ist die Statistik der Diebstähle. Mit einem Anstieg von fast 30 Prozent wurden 2025 insgesamt 267 Fälle registriert — 58 mehr als im Vorjahr (2024: 209 Fälle). Dabei stieg insbesondere die Zahl der Wohnungseinbrüche (2025: 14 Fälle, 2024: 7 Fälle), Diebstähle aus Autos oder Lkw (2025: 13 Fälle, 2024: 6 Fälle) sowie bei Taschendiebstählen (2025: 26 Fälle, 2024: 15 Fälle).
Dunkelziffer: Nicht alle Vorfälle landen in der Statistik
"Statistiken geben nur einen Teil des Bildes wieder, denn die Polizei kann nicht jeden Vorfall erfassen", heißt es in der Anmerkung zur aktuellen Kriminalstatistik. Es sei davon auszugehen, dass viele Fälle unentdeckt bleiben oder nicht angezeigt werden.












