Das Jugendzentrum Herscheid setzt künftig stärker auf selbst erzeugten Solarstrom zum Heizen. Eine neue Luft-Luft-Wärmepumpe versorgt den großen Gruppenraum mit Wärme und kann ihn im Sommer auch kühlen. Die bestehende Gasheizung bleibt weiterhin in Betrieb.

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Die Wärmepumpe wurde jetzt in Betrieb genommen und ergänzt die Gas-Brennwerttherme des Gebäudes. Weil sie gezielt den großen Gruppenraum beheizt, soll dort weniger Erdgas benötigt werden. Die übrigen Bereiche des Jugendzentrums werden weiterhin über die bestehende Heizung versorgt.

Solarstrom wird zum Heizen genutzt

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Photovoltaikanlage, die bereits 2024 auf dem Jugendzentrum installiert wurde. Ein Teil des dort erzeugten Stroms kann nun direkt für die Wärmepumpe genutzt werden. Das erhöht den Eigenverbrauch des Solarstroms und soll zugleich den Gasverbrauch reduzieren.

Vor allem im Frühjahr und Herbst sieht die Gemeinde darin einen Vorteil: Produziert die Photovoltaikanlage tagsüber Strom und besteht gleichzeitig Wärmebedarf im Gruppenraum, kann die Energie unmittelbar zum Heizen eingesetzt werden.

„Mit der Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe können wir die vorhandene erneuerbare Energie noch besser direkt vor Ort nutzen“, erklärt Klimaschutzmanager Simon Mai. Gerade in den Übergangszeiten könne so selbst erzeugter Solarstrom für die Wärmeversorgung eingesetzt und der Verbrauch fossiler Energie reduziert werden.

Schneller warm – und im Sommer kühler

Die neue Technik soll zugleich den Komfort für die Besucher des Jugendzentrums verbessern. Der Gruppenraum lässt sich nach Angaben der Gemeinde schneller auf die gewünschte Temperatur bringen. Das sei besonders bei wechselnden Nutzungszeiten von Vorteil, weil der Raum nicht lange vorgeheizt werden müsse.

Im Sommer kann die Wärmepumpe zudem zum Kühlen eingesetzt werden. „Der Gruppenraum wird deutlich schneller warm, wenn wir ihn benötigen. Gleichzeitig ist die Kühlfunktion im Sommer eine große Verbesserung“, sagt Jugendzentrumsleiterin Silke Obier.

Westenergie unterstützt das Projekt

Finanziell unterstützt wurde die Installation durch Westenergie im Rahmen des Förderprogramms „KEK – Kommunales Energie Konzept“. Darüber werden nach Angaben der Gemeinde kommunale Projekte in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Infrastruktur gefördert.

Mit der Wärmepumpe ergänzt die Gemeinde die bereits vorhandene Photovoltaikanlage und will den Energieverbrauch des Jugendzentrums weiter reduzieren.