Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lüdenscheid begrüßt den eingeschlagenen Weg bei der Weiterentwicklung der Schul- und Schwimminfrastruktur. Dazu gehört aus Sicht der Fraktion auch, das Lehrschwimmbecken und die Turnhalle am Standort Lösenbach zunächst weiter zu sichern und mit den notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen für die kommenden Jahre betriebsfähig zu halten.

„Wir wissen, dass wir gerade bei unseren Schulen und Sportstätten nicht von heute auf morgen alle Probleme lösen können. Deshalb ist es richtig, den Standort Lösenbach jetzt für die Übergangszeit abzusichern“, wird die SPD-Ratsfrau und Kindheitspädagogin Lenia Sommer in einer Pressemitteilung zitiert. „Gleichzeitig müssen wir aber den Blick nach vorne richten. Mit der geplanten neuen Schwimmbadinfrastruktur im ehemaligen Forum bietet sich für Lüdenscheid die Chance, das Schulschwimmen langfristig neu aufzustellen.“

Die aktuellen Planungen für das ehemalige Wellenbad sehen unter anderem ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen sowie zwei moderne Lehrschwimmbecken mit variabel verstellbaren Hubböden vor. Der zentrale Standort in der Innenstadt könnte dabei gerade für das Schulschwimmen erhebliche Vorteile bringen.

„Wir sollten bei dieser Diskussion nicht nur über Gebäude und Becken sprechen, sondern vor allem über die Kinder und die Lehrkräfte“, betont Sommer. „Für Grundschulkinder ist der Weg zum Schwimmunterricht ein ganz wesentlicher Bestandteil des gesamten Schultages. Wenn eine Klasse nicht erst lange mit dem Bus quer durch die Stadt fahren muss, sondern eine moderne Schwimmstätte zu Fuß oder mit einer kurzen Fahrt erreichen kann, ist das eine enorme Entlastung.“

Lenia Sommer ,Sprecherin der SPD-Fraktion im Schulausschuss der Stadt Lüdenscheid: „Unser Ziel muss bleiben, dass jedes Kind und jeder Jugendliche in Lüdenscheid sicher schwimmen lernt.“
Foto: SPD Lüdenscheid

Gerade aus pädagogischer Sicht müsse deshalb bei der weiteren Planung darauf geachtet werden, dass die neuen Lehrschwimmbecken tatsächlich auf die Bedürfnisse des Schulschwimmens ausgerichtet werden. Dazu gehörten aus Sicht der SPD nicht nur moderne Becken und eine gute technische Ausstattung, sondern auch geeignete Umkleide- und Aufenthaltsbereiche, kurze Wege, sichere Abläufe und vor allem eine verlässliche personelle Betreuung.

„Ein gutes Lehrschwimmbecken alleine bringt uns noch nicht ans Ziel. Wir brauchen auch die Rahmenbedingungen“, so Sommer. „Wenn beispielsweise eine Lehrkraft kurzfristig ausfällt, darf der Schwimmunterricht nicht automatisch ins Wasser fallen. Hier müssen wir gemeinsam mit den Bäderbetrieben überlegen, wie eine verlässliche Unterstützung und Betreuung organisiert werden kann.“

Für die SPD-Fraktion ist deshalb entscheidend, dass die weitere Planung des neuen Bades von Anfang an gemeinsam mit den Schulen und denjenigen entwickelt wird, die täglich mit den Kindern arbeiten.

„Wir sollten die Erfahrung der Lehrerinnen und Lehrer unbedingt in die Planung einbeziehen. Sie wissen aus der Praxis, welche Abläufe funktionieren, wo Kinder Unterstützung benötigen und was ein Lehrschwimmbecken für eine Grundschulklasse und für die weiterführenden Schulen leisten muss“, sagt Sommer.

Dass mit der zentralen Lösung perspektivisch Lehrschwimmbecken in den Stadtteilen aufgegeben werden könnten, sei dabei durchaus ein schmerzhafter Schritt.

Die SPD-Fraktion sieht deshalb in der Kombination aus einer zunächst gesicherten Übergangslösung in der Grundschule Lösenbach und einer langfristigen Perspektive im Forum einen sinnvollen Weg. Entscheidend sei, dass der Übergang verlässlich organisiert und das neue Angebot nicht nur baulich, sondern auch pädagogisch und personell gut aufgestellt werde.

„Am Ende geht es nicht darum, welches Gebäude das Schwimmbad beherbergt. Es geht darum, dass unsere Kinder Wasser sicher kennenlernen und Schwimmen lernen. Das ist eine grundlegende Fähigkeit, die jedes Kind erwerben sollte“, macht Sommer deutlich.