In der Evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg haben bestehende Konflikte innerhalb des Presbyteriums personelle Konsequenzen ausgelöst. Wie der Evangelische Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg mitteilt, nimmt Pfarrerin Christine Rosner bis auf Weiteres keine Aufgaben mehr in der Gemeinde wahr. Stattdessen übernimmt sie derzeit Vertretungsdienste innerhalb des Kirchenkreises.
Die Entwicklung war auf einer Gemeindeversammlung am Dienstag, 5. Mai, thematisiert worden. Nach Angaben des Kirchenkreises laufen aktuell Gespräche zwischen Landeskirche, Kirchenkreis, Kirchengemeinde und der Pfarrerin, um den weiteren Weg zu klären. Dabei geht es sowohl um die zukünftige Arbeit der Gemeinde als auch um die Perspektive der ersten Pfarrstelle.
Gleichzeitig steht die evangelische Kirchenlandschaft in Plettenberg vor weiteren strukturellen Veränderungen. In den Kirchengemeinden Ohle und Eiringhausen haben Pfarrerin Anju Laddach sowie Pfarrer Uwe Brühl ihren Ruhestand angekündigt. Beide Pfarrstellen sollen nach derzeitiger Planung der Landeskirche nicht neu besetzt werden.
Damit wächst der Druck, die pastorale Arbeit im gesamten Stadtgebiet neu zu organisieren. In die Überlegungen werden neben den drei Plettenberger Gemeinden auch die Kirchengemeinden Werdohl und Neuenrade einbezogen. Gemeinsam bilden sie einen kirchlichen Kooperationsraum, der künftig enger zusammenarbeiten soll.
Superintendent Dr. Christof Grote hat nach Angaben des Kirchenkreises bereits kurzfristig erste Gespräche zur weiteren Ausrichtung initiiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie kirchliche Angebote, Seelsorge und Gemeindearbeit unter veränderten personellen Rahmenbedingungen künftig organisiert werden können.






