Straubing Tigers – Iserlohn Roosters 11:4 (5:1, 3:1, 3:2)

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Das Auswärtsspiel der Iserlohn Roosters bei den Straubing Tigers wird zu einem Desaster. Das Team von Headcoach Stefan Nyman verliert vor 4.762 Zuschauern am Pulverturm mit 4:11. Die Sauerländer hatten dem Sturmlauf der Bayern nichts entgegenzusetzen. Für die Hausherren war es der bisher höchste Sieg in der Deutschen Eishockeyliga.

Fans seit 2006 befreundet

Seit dem Aufstieg der Straubing Tigers im April 2006 verbindet beide Fangruppen eine in der DEL beispiellose Freundschaft, die nunmehr seit 20 Jahren andauert. Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken reisten die Iserlohn Roosters zuversichtlich zu den Straubing Tigers. Nach dem Erfolg gegen Krefeld am heimischen Seilersee wollten die Sauerländer nun auch auswärts punkten. Die Gastgeber hatten allerdings ebenfalls Selbstvertrauen gesammelt und zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen.

Eisenmenger verletzt

Verzichten musste Roosters-Headcoach Stefan Nyman auf Stürmer Maximilian Eisenmenger, der sich im Heimspiel gegen Aufsteiger Krefeld verletzt hatte und mindestens bis nach der Deutschland-Cup-Pause ausfällt. Im Tor der Sauerländer stand erneut Andraeas Jenike. Straubing gewann die letzten sechs der vergangenen acht Begegnungen gegen die Sauerländer.

Offene Roosters-Tür im ersten Drittel

Die Hausherren starteten furios in die Partie. Nach einem vorangegangenen Pfostenschuss traf Stefan Loibl schon nach zwei Minuten zum 1:0 für die Tigers. Die Gäste antworteten mit vermehrten Angriffen. Bei einem verletzte sich Straubing-Keeper Florian Bugl und musste ausgetauscht werden. Für ihn rückte Sebastian Wieber ins Tor. Der Goalie hat eine Vergangenheit im Iserlohner Nachwuchs und machte sein erstes Spiel in der DEL. Tim Brunnhuber erhöhte für Straubing in Unterzahl in der 11. Minute auf 2:0. Nur 65 Sekunden später erhöhte Nicholas Beaudin auf 3:0 für die Hausherren. Das Unheil nahm seinen Lauf.

Boland trifft zum 1:3

Tyler Boland verkürzte in der 13. Minute auf 1:3, Hoffnung keimte auf. Da wollten sich die Gastgeber auch nicht lumpen lassen. Jean-Christoph Beaudin stellte in der 15. Spielminute mit seinem Treffer zum 4:1 den alten Abstand wieder her. Damit nicht genug. Als Christian Thomas für die Roosters auf der Strafbank brummte, erhöhte Jan-Christoph Beaudin auf 5:1. So ging es in die erste Pause. Die Sauerländer ließen am Pulverturm die DEL-tauglichkeit vermissen.

Baudin schnürt den Dreierpack

Auch zu Beginn der zweiten 20 Minuten waren die Hausherren das klar bessere Team, sie schnürten die Sauerländer minutenlang in deren Defensivdrittel ein. Erst mit zunehmender Spieldauer bekamen die Gäste mehr Zugriff aufs Spiel. Das wurde belohnt. Peter Quenneville traf in der 26. Minute mit seinem zweiten Saisontor zum 2:5. Das ließen sich die Tigers nicht lange gefallen. 18 Sekunden später traf Jean-Christoph Beaudin zum 6:2 und schnürte seinen Dreierpack. Das Spiel war längst gelaufen, als Max Bleicher mit seinem Tor das Resultat auf 7:2 stellte. Erst als Straubing den Fuß etwas vom Gas nahm, kamen die Gäste gegen Ende des zweiten Drittels besser ins Spiel. Die Gastgeber blieben aber immer Herr im eigenen Haus. Als sie wieder einmal konzentriert aufs Roosters-Tor zuliefen, machte Verteidiger Joseph Duszek das 8:2. Die Sauerländer waren froh, in die zweite Drittelpause zu kommen.

Nach acht Gegentoren musste Keeper Andreas Jenike auf die Bank. | Archivfoto

Hane für Jenike ins Tor

Die letzten 20 Minuten verbrachte Keeper Andreas Jenike auf der Auswechselbank. Stefan Nyman schickte Hendrik Hane ins Tor der Sauerländer. Auch der hatte in der 48. Minute keine Abwehrmöglichkeit. Nach einer gekonnten Kombination erhöhten die Tigers durch Nicholas Halloran auf 9:2. Jetzt war nur noch die Frage: Machen es die Hausherren zweistellig? Die beantworte Skyler McKenzie mit seinem Tor zum 10:2 in der 54. Spielminute. Micholas Halloran legte 44 Sekunden später mit seinem Treffer zum 11:2 nach und zementierte so den höchsten Sieg der Straubing Tigers in der DEL. Julian Napravnik konnte mit seinem ersten Saisontreffer in der 56. Minute auf 3:11 aus Sicht der Roosters stellen. Emil Johannson traf noch zum 4:11. Das war es am Pulverturm.

Aufgrund des 4:1-Siegs der Schwenninger Wild Wings in Köln leuchtet die rote Laterne des Tabellenletzten wieder in Iserlohn. Am Sonntag um 16:30 Uhr erwarten die Roosters die Grizzlys Wolfsburg in der Eissporthalle am Seilersee.